Wie heißt die neue Dienstwaffe der Polizei und was kostet die Umrüstung

Das ist die Walther P 99 DAO. Umstellungskosten in jedem Bundesland individuell. NRW rund 11,3 Mill., Rheinland-Pfalz rund 6,8 Mill. Euro.


http://www.wormser-zeitung.de/nachrichten/politik/rheinland-pfalz/7790033.htm
http://www.zeitong.de/news/fulda/d/da/2009/06/25/polizeigewerkschaften-streiten-ueber-verkaufsstopp-fuer-dienstwaffen/
Antwort von Mimbrocken (22.11.2009 | 17:33) und Bestätigung von rds (22.11.2009 | 17:35)


Polizei, Waffen




Verwandte Fragen


Kommentare zur Frage

  1. Mimbrocken schrieb am (22.11.2009 | 17:37):
    Einige Bundesländer haben übrigens die alten Dinger irgendwo ins Ausland verscherbelt. Und die tauchen jetzt netterweise bei eBay auf. Für 200 Euro gehört sie Dir.... Hier der Tagesschau-Artikel: Nach dem Amoklauf von Winnenden gab es schnell Einigkeit: Das Waffenrecht müsse verschärft werden. Das wurde jetzt im Bundestag beschlossen. Da passt es kaum ins Bild, dass einige Bundesländer ihre ausrangierten Dienstwaffen unters Volk bringen. Die Pistole "Walther PP" kann eine tödliche Waffe sein: acht Schuss im Magazin, Kaliber 7,65 Millimeter. Jahrzehntelang war diese Waffe die Standardpistole niedersächsischer Polizisten. Jetzt werden Dutzende solcher Waffen von Händlern legal im Internet angeboten. Viele dieser Pistolen tragen nach Recherchen des NDR für die ARD-Tagesthemen das Hoheitszeichen des Landes Niedersachsen. Ergebnis einer Praxis, die in Niedersachsen bis heute Tradition hat. Altwaffen werden auf dem legalen Waffenmarkt verkauft. Das gilt auch für die noch aktuelle 9-Millimeter-Waffe "P7" aus dem Hause Heckler und Koch. Insgesamt 19.000 Stück will Niedersachsen bis Ende dieses Jahres gegen eine moderne Waffe austauschen. Rund 13.000 Stück sind bereits verkauft worden - per europaweiter Ausschreibung an den Hersteller Heckler und Koch. Von dort gelangen die Waffen zu Preisen von zum Teil weniger als 200 Euro pro Stück in den legalen Handel. Ein ganz normaler Vorgang, findet Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann. Doch spätestens seit den tödlichen Schüssen von Winnenden finden viele diesen Vorgang nicht mehr "ganz normal". Zu ihnen gehört Hardy Schober vom "Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden". Hardy Schobers Tochter wurde eines der Opfer des Amoklaufes. Weil nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden könne, dass auch legal abgegebene Waffen in falsche Hände gelangen können, gehen andere Bundesländer bei der Beseitigung der Altwaffen andere Wege als Niedersachsen. Zum Beispiel die Hansestadt Bremen: Hier lässt man Altwaffen grundsätzlich unschädlich machen und einschmelzen. "Bei größeren Stückzahlen erhöht sich das Risiko, dass Polizeibeamte irgendwann mit den eigenen Waffen bedroht werden - und sei es in Afghanistan", sagt der Sprecher des Bremer Innensenators, Rainer Gausepohl. Bis zum Jahr 2010 lässt Bremen insgesamt rund 2000 Waffen im Hochofen einschmelzen. Ähnlich verfahren Schleswig-Holstein und die Hansestadt Hamburg mit ihren alten Pistolen. Der Sprecher der Hamburger Polizei, Ralf Meyer, sagt, in der Abwägung zwischen finanziellen Erwägungen und dem möglichen Restrisiko habe man sich für die Vernichtung der Waffen entschieden. "Der möglichen Diskussion in diesem Spannungsfeld wollen wir uns nicht aussetzen." Auch Zoll und Bundespolizei lassen nach eigenen Angaben ihre Waffen verschrotten. http://www.tagesschau.de/inland/waffen120.html
  2. Mimbrocken schrieb am (22.11.2009 | 17:40):
    Rheinland-pfälzische Polizei bekommt neue Dienstpistolen 02.11.2009 - MAINZ Wormser Zeitung (dpa). Die rheinland-pfälzischen Polizisten bekommen derzeit neue Dienstwaffen und neue Holster. Seit Mitte Oktober laufe das Training an der Pistole vom Typ Walther P99, sagte Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) in einem Gespräch mit der dpa in Mainz. Die Resonanz sei durchweg positiv. „Ich selbst habe mir die Waffe auch angeschaut. Sie ist deutlich leichter, das macht die Handhabung einfacher“, sagte Bruch, der früher bei der Kripo im Einsatz war. Im Vergleich zum Vorgängermodell P5, das 30 Jahre im Dienst war, liege die neue Waffe auch wegen ihrer guten Ergonomie besser in der Hand, sagte der Minister. Zudem könne ihr Magazin mehr Patronen fassen. Zusammen mit der neuen Pistole bekommen die Polizisten auch neue Holster. Man könne zwar nie komplett ausschließen, dass die Waffe mal entrissen werde, sagte Bruch. Die neuen Holster seien jedoch deutlich sicherer, individuell besser einstellbar, „und sie passen zu den neuen Uniformen“. Künftig werde intensiv mit der neuen Waffe geübt, unter anderem in den neuen Schießkinos im pfälzischen Enkenbach-Alsenborn und in Wittlich in der Eifel. „Das ist heute ein ganz anderes Schießen als zu meiner Zeit“, erklärte Bruch. So können in den modernen Anlagen Filme eingespielt werden, Situationen aus dem Polizeialltag werden lebensnah geübt. „Früher wurde einfach auf Scheiben geschossen.“ 100 Schuss zur Einübung - durchweg positive Ergebnisse Bevor die Polizisten ihre P99 bekommen, werden sie erst an Übungswaffen ausgebildet. Die Einheiten umfassen einen theoretischen Teil über Eigenschaften und Besonderheiten der neuen Dienstwaffe, ein Gewöhnungsschießen und eine Kontrollübung. Dabei werden nach Angaben des Innenministeriums etwa 100 Schuss abgegeben. Wenige Tage nach der Einweisung übernimmt der Beamte dann seine persönliche Pistole – die alte wird verschrottet. Die Umstellung werde eine „gewisse Zeit in Anspruch nehmen und mit häufigerem Üben verbunden sein“, teilte das Ministerium weiter mit. Es habe sich gezeigt, dass die über viele Jahre hinweg manifestierte Gewöhnung an die alte Waffe nicht plötzlich überwunden werden könne. Die bisher erzielten Schießergebnisse seien jedoch durchweg positiv. 1.500 neue Dienstwaffen bis Jahresende Im Auswahlverfahren für die neuen Dienstwaffen hatten bereits mehr als 100 Beamte die P99 getestet. Bisher waren etwa 500 Polizisten in der Schulung, knapp 200 Pistolen inklusive Zubehör wurden ausgeliefert. Bis Jahresende sollen rund 1.500 neue Dienstwaffen ausgegeben sein. Bis alle 10.000 Beamte die P99 im Holster haben, wird laut Ministerium bis Ende 2011 dauern. Die Gesamtkosten betragen rund 6,8 Millionen Euro.


Gib hier Deine Frage ein und erhalte in kurzer Zeit Deine persönliche Antwort.


Die Inhalte der Fragen und Antworten werden von der hiogi GmbH nicht überprüft. Ihre Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit kann deshalb nicht gewährleistet werden. Alle Angaben sind daher ohne Gewähr, insbesondere bei gesundheitlichen, juristischen oder finanziellen Themen. Bitte lies Dir unsere AGBs aufmerksam durch.