oi! Was bedeutet oi?

"Oi" hat zunächst mal verschiedene Bedeutungen. Siehe dazu die erste Quelle. Insbesondere die typische Schreibweise mit Ausrufezeichen deutet darauf hin, dass hier der Musikstil "Oi!" gemeint ist. Oi! ist die Bezeichnung für einen Musikstil der Skinhead- und Punk-Szene. Oi! entstand Anfang der 1980er Jahre in Großbritannien als eine Art Punk-Rock für Jugendliche der Arbeiterklasse. Sie sahen in dem Erfolg von Bands wie den Sex Pistols oder The Clash den Ausverkauf ihrer Bewegung, die „nach 1977 zu kommerziell, lasch und mittelklassemäßig (‚arty-farty‘) geworden war“. Unter direktem Einfluss von Bands wie Sham 69 kamen die jungen Musiker in den Bands Angelic Upstarts und Cockney Rejects in die Musikszene. Da sie genau das, was ihre Zuhörer täglich erlebten, in ihren Liedern besangen – nämlich Probleme, Spaß, Fußball, Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Gewalt –, bauten sie sich bald eine große Anhängerschaft auf. Diese brachten ihre Version des Punk-Rock, die damals noch „Streetpunk“ oder „Real Punk“ genannt wurde, in die Skinhead-Kultur. Maßgeblich für die Bezeichnung „Oi!“ waren die Cockney Rejects. Unter dem Schlagwort „Oi!“ vereinten sich nun völlig unterschiedliche Musikstile – Punk, Ska/Reggae und Pub Rock. Zudem gab es eine Oi!-Sparte, die viel mit Komik zu tun hatte. Die Oi!-Musik (Oi!-Punk) ist eng verknüpft mit einer bestimmten Attitüde, die „proletarische“ Werte und Identität betont und eine rebellische Haltung gegenüber Autoritäten einschließt. Musikalisch zeichnet sich Oi!-Punk durch einfachen Liedaufbau, mittleres Tempo, harte Gitarrenriffs und Refrains zum Mitsingen aus. Metal-Instrumentalsoli sind verpönt. Allerdings ist das Genre schwer einzugrenzen. Zu den bekanntesten britischen Oi!-Bands gehören The Business, Cockney Rejects, Cock Sparrer und Sham 69. Zum Begriff: Der Ausruf „Oi!“ ist ein englischer Slangausdruck für ‚Hey‘, ‚Hallo, du da‘. Er wird aber auch mit dem englischen Wort Joy ‚Freude‘ in Verbindung gebracht, unter anderem wegen der 1981 veröffentlichten Oi!-Kompilation Strength Thru Oi!, eine Anlehnung an Strength through Joy, die englische Übersetzung von Kraft durch Freude, dem Namen einer NS-Freizeitorganisation. Die Kompilation sorgte damals für einen Skandal; der verantwortliche Musikjournalist Garry Bushell äußerte später, sich nicht bewusst auf diese Parole bezogen zu haben, diese sei ihm damals nicht bekannt gewesen; den Namen habe er an eine EP der Band The Skids angelehnt, deren Sänger Richard Jobson wiederum angegeben habe, sie aus der Autobiographie des Schauspielers Dirk Bogarde entnommen zu haben. Gegen den alternativen Titel The Oi of Sex habe Bushell sich entschieden, weil dieser ihm zu frivol erschienen sei. Aufgrund dieser Kompilation wird die Genrebezeichnung oftmals auf die Parole „Kraft durch Freude“ zurückgeführt, allerdings wurde bereits im Vorjahr die erste Oi!-Kompilation Oi! The Album veröffentlicht. Zudem wird diese „Beweisführung“ auch kritisiert, weil Freude auf Englisch „joy“ und nicht „oi!“ heißt, Der Ausruf „Oi!“ bzw. „oy“ ist erstmals für das 20. Jahrhundert belegt, aber vermutlich älter, und geht auf das weitaus ältere „hoy!“ zurück. Ausführliche weitere Informationen - auch zum Begriff - in der zweiten Quelle.


https://de.wikipedia.org/wiki/OI
https://de.wikipedia.org/wiki/Oi!
Antwort von StanleyKubrick (02.02.2019 | 11:21) und Bestätigung von Zossen (02.02.2019 | 11:22)


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