Lady Elisabeth streift über den Friedhof, um für den verblichenen Gatten Rosen abzulegen. Da fällt ihr Blick auf ein benachbartes Grab und ihr stockt der Atem ...

Beim Lesen der 158 (!!) Kommentare stockt einem wirklich der Atem. Herzlichen Dank für so viel Grusel, Horror und Absurditäten. Wie viele letztlich ihr Leben lassen mussten, lässt sich wohl nicht beziffern. Ganz klar ist aber, wer gewonnen hat. Die Ziehungsmaschine in Berlin hat einen Gewinner gezogen: «Zossen» darf sich im nächsten Jahr im Phantasialand oder Europapark vergnügen. Wir gratulieren ganz herzlich und bedanken uns bei allen Mitschreibern für den tollen Einsatz bei "der längsten Antwort der Welt". Viele Grüße Nico & Uschi

Antwort von hiogiUSCHI (01.11.2013 | 10:43) und Bestätigung von tweety007 (01.11.2013 | 10:53)


Elisabeth, Friedhof, Grab, Rosen, Halloween, Halloween-Geschichte




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Kommentare zur Frage

  1. christopherturk schrieb am (11.10.2013 | 12:28):
    ... Lady Betty hat doch tatsächlich schon wieder nicht Unkraut gejätet...
  2. Questlerianer schrieb am (11.10.2013 | 12:44):
    ... oder ist das etwa gar kein Unkraut, was da feingliedrig, bleichweiß und knochig aus der Gruft ragt!? Ist das etwa eine ...
  3. Mimbrocken schrieb am (11.10.2013 | 13:11):
    Hand? Sie legt ihren Krückstock an die Seite und kniet sich vorsichtig nieder. Die Aufregung schnürt ihr die Kehle zu. Als sie gerade das knochige Etwas ergreifen will, wird sie von hinten unsanft zu Boden gerissen.
  4. christopherturk schrieb am (11.10.2013 | 13:17):
    "Oma Oma Oma!!!" Die Stimme kommt ihr vertraut vor, ihr gefällt nur nicht, dass...
  5. StanleyKubrick schrieb am (11.10.2013 | 13:21):
    ...es...
  6. dasCARUSO schrieb am (11.10.2013 | 13:35):
    ... unmöglich ist. Ihr Enkel war doch erst vor ein paar Minuten noch...
  7. Mimbrocken schrieb am (11.10.2013 | 13:43):
    in der Eingangshalle. Wie konnte er so schnell zum Friedhof gelangen? Heute schienen alle verrückt zu spielen. Sie rappelte sich auf und drehte sich um. Was sie sah, verschlug ihr den Atem.
  8. winni300 schrieb am (11.10.2013 | 14:39):
    Ihr Enkel Anton hatte doch tatsächlich sein neues Hemd eingesaut. Irgendwas lief an seinem Ärmel entlang, tropfte auf den Boden und hinterließ eine blutrote Pfütze.
  9. Hajott schrieb am (11.10.2013 | 14:40):
    "Oh mein Gott, was ist denn mit dir passiert?", rief Lady Elisabeth entsetzt.
  10. christopherturk schrieb am (11.10.2013 | 14:58):
    "Ich habe Großvater Rupert ermordet und du bist die Nächste!", rief er mit bedrohlicher Stimme.
  11. dasCARUSO schrieb am (11.10.2013 | 15:09):
    Lady Elisabeth dachte: "Wäre ich doch nur in jener Sommernacht gestorben..."
  12. winni300 schrieb am (11.10.2013 | 15:10):
    "Bitte? Was hast du gesagt? Du weißt doch, deine Oma hört manchmal so schlecht. Mein Gott, wo hast du dich bloß so eingesaut. Und was hältst du da eigentlich in der Hand, hinter deinem Rücken?", antwortete Lady Elisabeth zugleich.
  13. christopherturk schrieb am (11.10.2013 | 15:20):
    "Blumen für die liebe Omi! Du weißt doch, dass ich dich so gerne habe." Er umarmt sie und ...
  14. winni300 schrieb am (11.10.2013 | 15:27):
    ... sticht ihr das mit Blumen verzierte Messer in seiner Hand gnadenlos in den Rücken.
  15. christopherturk schrieb am (11.10.2013 | 15:34):
    Plötzlich erwacht sie aus ihrem Albtraum.
  16. dasCARUSO schrieb am (11.10.2013 | 15:39):
    Lady Elisabeth lehnt sich erleichert zurück... ihre Freundin Betty kommt ins Zimmer und fragt: "Was machst du da eigentlich?"
  17. winni300 schrieb am (11.10.2013 | 15:43):
    "Ich habe geschlafen, was sonst.", sagt Elisabeth nüchtern. Noch ziemlich geschockt, steht sie auf und blickt in das Zimmer, in dem ihr geliebter Neffe Anton liegt, und sieht, wie er friedlich schläft. Noch ist alles in Ordnung im Hause Krause.
  18. christopherturk schrieb am (11.10.2013 | 16:31):
    Plötzlich, ein greller Blitz am Himmel...
  19. winni300 schrieb am (11.10.2013 | 16:34):
    ...es fängt an zu donnern und zu stürmen.
  20. christopherturk schrieb am (11.10.2013 | 16:44):
    Ein Blitz fährt hernieder, ein ohrenbetäubender Knall und da war es um Lady Elisabeth geschehen. Das altersschwache Herz lässt nach, sie sinkt zu Boden und ...
  21. winni300 schrieb am (11.10.2013 | 16:55):
    ...knallt mit dem Kopf auf die Kante von Antons Bett. Langsam verteilt sich ihr warmes Blut über die Matratze.
  22. christopherturk schrieb am (11.10.2013 | 17:25):
    Anton erwacht und seufzt: "Tante Lissy, ich habe geträumt, ich hätte dich umgebracht. Tante Lissy? TANTE LISSY??"
  23. Questlerianer schrieb am (11.10.2013 | 18:12):
    Doch Elisabeth kann ihn nicht mehr hören, eine tiefe Ohnmacht hat von ihr Besitz ergriffen. Anton ist entsetzt und völlig überfordert. Was soll er tun? Das Blut puckert aus der Wunde und ihre Augen brechen schon ... Er eilt zum Telefon. Ob Leibarzt Dr. Conrad Murray noch helfen kann ...?
  24. dasCARUSO schrieb am (11.10.2013 | 19:38):
    Aber noch bevor Anton das Telefon erreicht... kommt Papa Krause mit seinen Hund nach Hause.
  25. Hajott schrieb am (11.10.2013 | 20:03):
    "Fiffi" ist so ziemlich das Gegenteil seines Namens:
  26. schrieb am (11.10.2013 | 20:20):
    Angelockt vom Blut beißt Fiffi ein großes Stück aus Tante Elisabeth heraus.
  27. Hajott schrieb am (11.10.2013 | 20:23):
    Erschrocken reißt Papa Krause Fiffi am Halsband und entwindet ihm das blutige Fleischstück. "Fiffi, du böser Hund", ruft er entrüstet.
  28. dasCARUSO schrieb am (11.10.2013 | 20:29):
    Laut schreiend schlägt Tante Lizzy ihre Augen auf...
  29. Hajott schrieb am (11.10.2013 | 20:30):
    "Oh, wie schön - du bist ja gar nicht tot", ruft Papa Krause, "ich hatte schon das Schlimmste befürchtet, weil Fiffi offensichtlich die Tollwut hat".
  30. dasCARUSO schrieb am (11.10.2013 | 20:36):
    Elisabeth guckt verwirrt... leckt sich über die Lippen und...
  31. Hajott schrieb am (11.10.2013 | 20:38):
    ... spuckt weißen Schaum. Plötzlich ...
  32. Zossen schrieb am (11.10.2013 | 21:24):
    wird die Tür des Gemaches mit einem Ruck aufgerissen und Dr. Murray stürmt atemlos herein:" Bitte nennen sie die Art des medizinischen Notfalls!"
  33. winni300 schrieb am (11.10.2013 | 21:41):
    "Fiffy hat Lizzy ein Stück vom Oberschenkel abgebissen. Bitte helfen sie doch." entgegnet der besorgte Herr Krause. Abseits der ganzen Hektik steht Betty noch immer im Flur und lauscht freudig dem Geschehen.
  34. Zossen schrieb am (11.10.2013 | 21:51):
    °Endlich habe ich meinen Häkelschwestern auch mal was Interessantes zu erzählen", denkt Betty und reibt sich die Hände vor Freude. Sie rückt näher und stolpert dabei über..
  35. Questlerianer schrieb am (11.10.2013 | 21:54):
    Fiffy, dem das Stück Oberschenkel im Schlund steckengeblieben ist! Langsam blau anlaufend krallt sie sich röchelnd an den schweren Damastvorhängen fest. Ihr stöhnen hört ...
  36. Hajott schrieb am (11.10.2013 | 21:57):
    ... genauso plötzlich auf, wie es begonnen hat - denn hinter dem Damastvorhang hat sich ein Mann versteckt.
  37. christopherturk schrieb am (11.10.2013 | 22:08):
    Dieser schlägt als allererstes die Töle in zwei Stücke und reisst ihr das Herz aus dem Leibe. Dieses genüsslich verspeisend richtet er seinen Blick drohend auf die restlichen Anwesenden.
  38. Zossen schrieb am (11.10.2013 | 22:24):
    "Schnitt" ruft der Regisseur. Wischt bitte erst mal das Blut auf, bevor wir hier ausrutschen. Wir machen weiter mit der Szene, in der der Doktor Elisabeth das Stück Oberschenkel wieder annäht und sagt:
  39. christopherturk schrieb am (11.10.2013 | 22:38):
    "Spielverderber! Gerade waren wir in einem Riesen-Blutsrausch und dann musst du so uncool dazwischen schreien!"
  40. Zossen schrieb am (11.10.2013 | 22:56):
    Okay, okay, dann der Auftritt des Gärtners, der die Pistole zieht und dem Mann in die Kniescheibe schiesst, um...
  41. christopherturk schrieb am (11.10.2013 | 23:03):
    sich dafür zu rächen, dass andauernd Fußbälle in den Margariten landen.
  42. Zossen schrieb am (11.10.2013 | 23:17):
    "Oh, nein, meine armen Margarithen", kreischt Lady Elisabeth. Ich...ohh... ich...oh Gooootttt
  43. christopherturk schrieb am (11.10.2013 | 23:20):
    "Ich habe doch laufend die Hackschnitzel von obdachlosen Kindern verstreut, um das Wachstum der Blumen zu beschleunigen! Du Schuft!". Sie greift zur Waffe des verdutzten Gärtners, lädt sie durch, und schießt dem armen Kerl mitten zwischen die Augen. Hirnflüssigkeit vermengt sich mit Blut, die unappetitliche Pampe zieht in den Teppich ein und die Haushälterin, vom Lärm angelockt, geht spontan in Schnappatmung und Tobsuchtsanfall über und brät der hysterischen Lady mit einer Pfanne dermaßen eine über, dass...
  44. Zossen schrieb am (11.10.2013 | 23:43):
    davon angelockt Lord Ruperts Geist erscheint und mit Grabesstimme verlauten lässt: "Deine Scheiss-Margarithen konnte ich sowieso noch NIE leiden!" Dafür musste doch mein über alles geliebter Gärtner nicht sterben! Aber jetzt ist er wieder mit mir vereint! Welche Wonne und...
  45. Zossen schrieb am (11.10.2013 | 23:46):
    Und oh , Mist, es hat den Falschen erwischt!!!
  46. dasCARUSO schrieb am (11.10.2013 | 23:52):
    "Stop, seht euch diese Schweinerei an" schrie auf einmal der Koch. Schnappte sich die Pfanne und murmelte: "Gehirn der Lady, paniert und gebraten..."
  47. christopherturk schrieb am (12.10.2013 | 07:53):
    ...wo nichts ist, gibts nichts zu braten und nahm sich erst mal den Rest des Tages frei. Eine zufällig anwesende Dame von den städtischen Werken fiel ihn Ohnmacht, die Katze des Hauses verzog sich ob des Lärms auf den Dachboden und rollte sich zufrieden dreinblickend auf einer Kiste nieder. Ihr war sicher nicht klar, was sich darin befand: Das dunkle Familiengeheimnis! Ein...
  48. Questlerianer schrieb am (12.10.2013 | 10:15):
    ... mumifiziertes Baby! Wer aber war/ist dieses kleine Mädchen?! Etwa die angeblich unehelich gezeugte Schwester von Anton, über die hinter vorgehaltener Hand immer wieder getuschelt wird? Ihr spurloses Verschinden direkt nach der Niederkunft ihrer Mutter wurde gar mit Teufelswerk in Verbindung gebracht! Dabei war der Teufel ...
  49. Mimbrocken schrieb am (12.10.2013 | 11:17):
    wohl eher Anton selbst. Getrieben von einer schon krankhaften Eifersucht, hatte er sich kurz nach der Geburt seiner kleinen Schwester in das Zimmer geschlichen und sie aus ihrem Bettchen genommen. Er konnte doch nicht zulassen, dass sie ihm die Liebe seiner Mutter streitig machte. Versteckt in der alten Familientruhe war der Leichnam in Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten. Während sich auf Schloss Gilmore dramatische Szenen abspielten, machte sich im fernen Deutschland Percy für die Arbeit bereit. Als unehelicher Sohn von Lord Gilmore hatte er der Insel schon vor langer Zeit den Rücken gekehrt. Eines Tages würde er der verhassten Verwandtschaft einen Denkzettel erteilen, das hatte er sich geschworen. Fein säuberlich packte er ein Messer nach dem anderen in seine Tasche. Dieses tägliche Ritual war ihm wichtig. Wäre da nicht ein verräterisches Funkeln in seinen Augen, hätte man ihn für einen pedantischen Menschen halten können. Percy arbeitete als ...
  50. Questlerianer schrieb am (12.10.2013 | 11:40):
    Maître de Cuisine in einem gutbürgelichen Restaurant mit dem bezeichnenden Namen "Delicious Monster" - einem deutschen Ableger dieses Wiener Szeneladens. Wobei sich die Geisteshaltung Percys eher auf den zweiten Teil des Namens seiner Arbeitsstätte bezog. Selbst seine Beiköche bekamen regelmäßig Gänsehaut, wenn Percy mit akribischer Lust eine Schweinehälfte entbeinte. Nur gut, dass sie nicht auch seine Gedanken lesen konnten! Diese drehten sich seit Jahr und Tag nur darum, endlich ...
  51. dasCARUSO schrieb am (12.10.2013 | 15:26):
    ... den dunklen Begleiter das Steuer zu überlassen, denn ein weiterer Mord steht kurz bevor. Irgendwo ganz in der Nähe sucht er nach der Nächsten...
  52. Zossen schrieb am (12.10.2013 | 18:33):
    Halt, stopp! Percy durfte sene Gedanken nicht wieder so abschweifen lassen. Mit aller Gewalt riss er sich zusammen. Sein Plan durfte nicht gefährded werden. Er musste vorsichtiger sein und...
  53. winni300 schrieb am (12.10.2013 | 19:06):
    somit riss er sich noch ein letztes Mal zusammen und bereitete das Essen zu. Wie immer verfeinerte er die Mahlzeiten mit diversen Mitbringseln, wie...
  54. dasCARUSO schrieb am (12.10.2013 | 20:26):
    Sperma, Kot, Blut, Gehirn und weiteren menschlichen Innereien. Seine so zubereiteten Gerichte waren sehr beliebt, wenn die Leute nur wüssten - aber so immerhin arbeitet er im angesehensten Restaurant der Stadt.
  55. Mimbrocken schrieb am (12.10.2013 | 21:27):
    Ohne eine Tischbestellung war es fast unmöglich, im "Delicious Monster" einen Abend zu verbringen. Sein Chef betete ihn an, auch wenn er sich manchmal über das seltsame Verhalten seines Mitarbeiters wunderte. Im Keller des Hauses gab es einen Raum, den außer Percy niemand betreten durfte. Nur er besaß den Schlüssel für die schwere Eisentür. Nach getaner Arbeit zog er sich hierhin zurück. Hier war er alleine mit seinen Gedanken, hier konnte er seine teuflischen Pläne vorbereiten. Auch heute führte ihn der Weg in den Keller. Dabei bemerkte er nicht, dass ihm Roberto gefolgt war. Roberto arbeitete erst seit wenigen Tagen im "Delicious Monster". Neugierig wie ein junger Hund öffnete er die Tür zu Percys Refugium. Als sich seine Augen gerade an die Dunkelheit gewöhnt hatten, spürte er ...
  56. Zossen schrieb am (12.10.2013 | 21:56):
    dass etwas nicht so war wie es sein sollte. Er konnte nicht wirklich sagen woran es lag, aber Irgendetwas war seltsam. Er schlich sich vorsichtig weiter in den Raum und versteckte sich hinter der Tür. DA! Jemand murmelte leise Worte vor sich hin. Makabrum Elypsum, so oder ähnlich klang es, aber was das bedeuten sollte wusste er nicht im Entferntesten. Er dachte kurz nach und holte sein Smartphone aus der Jackentasche. Dann versuchte er die Worte bei Google einzugeben , um...
  57. winni300 schrieb am (12.10.2013 | 22:30):
    nach der Bedeutung dieser komischen Worten zu suchen. Doch gerade, als er die Suche starten wollte hörte er einen lauten, gedämpften Schrei und lies vor Schreck sein Handy fallen. "Mist!", entfiel es ihm etwas zu laut. Er blicke sich um und verharrte einen kurzen Moment in seiner Position. Doch glücklicherweise hat ihn wohl niemand bemerkt.
  58. Zossen schrieb am (12.10.2013 | 22:40):
    In der Dunkelheit tastete er nach seinem Handy. Langsam war ihm sehr mulmig zumute, aber er fand es in einer Ecke und saute sich vollkommen mit Spinnweben ein, als er versuchte es langsam an sich heranzuziehen, ohne dass jemand es bemerkte. Es schaute darauf, aber so ein Mist : Kein Empfang! Ja. klar, wie denn auch in diesem Verlies! Was sollte er jetzt tun? Wer hatte geschrien? Da...
  59. Mimbrocken schrieb am (12.10.2013 | 23:06):
    spürte er, wie etwas Spitzes in seine Seite gestoßen wurde. Gleichzeitig überkam ihn ein Gefühl der völligen Losgelöstheit. Percys heisere Lachen war das letzte, was er in seinem jungen Leben als Spüler hören sollte. Ächzend brach er zusammen und ein Schwall von Blut ergoss sich über den Kellerboden. Der Schrei, den Roberto kurz vor seinem Ableben gehört hatte, stammte von Melanie, der Frau des Hausmeisters. Nur sie konnte laut, aber gedämpft schreien.
  60. Zossen schrieb am (12.10.2013 | 23:17):
    Ein Überbleibsel ihrer Gesangsausbildung! Wieder erklang ihr lauter , aber gedämpfter Schrei, aber niemand konnte ihre Stimme vernehmen, da Percy...
  61. Mimbrocken schrieb am (12.10.2013 | 23:46):
    den Kellerraum schalldicht abgedichtet hatte. Eierkarton um Eierkarton hatte er mühsam an die Wand genagelt, um die Schreie seiner Opfer zu dämpfen. Auf der Suche nach ihrem Mann war Melanie einfach zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. An Händen und Füßen gefesselt, musste sie Robertos Ableben mitansehen. Ihre frisch operierten Brüste schmerzten.
  62. Zossen schrieb am (13.10.2013 | 00:15):
    Mühsam versuchte sie, sich etwas Erleichterung zu verschaffen, indem sie sich hin und her wälzte, doch ihre frisch operierten Brüste schmerzten immer mehr. Aber lange sollte ihr Marthyrium nicht mehr dauern! Percy nahm seine Krawatte ab. Längs gestreift war sie. Er trug nur längsgestreiftte Krawatten. Aus Prinzip! Er war schliesslich ein Mann mit Prinzipien! Es musste alles nach seinen Vorstellungen gehen, sonst wurde er agressiv. Und jetzt gerade war er sehr genervt! Er musste nach England! Koste es , was es wolle! Doch erst mal musste er seine Mitwisserin loswerden. Also würgte er sie mit seiner Krawatte und hoffte...
  63. winni300 schrieb am (13.10.2013 | 01:16):
    dass es ihm endlich wieder mal richtig Spaß macht. In letzter Zeit fühlt sich das Morden eher an, wie Fließbandarbeit. Eine Frau nach der anderen. Mal würgt er sie ganz schlicht, mal lässt er seiner Kreativität mit einem Messer freien Lauf. Percy war schon als Kind sehr kreativ gewesen und wurde immer für seine tollen Bilder gelobt. Auch für sein Meisterwerk, vor zwei Monaten wurde er gelobt. Die Menschen im Restaurant waren begeistert von dem Filetsteak in Rotwein-Balsamico-Sud. Zum Glück hatte seine Freundin Anna, die Judaistik studierte und an jenem Tag auf einen romantischen Abend gehofft hatte, ihrer Familie noch nichts von Percy erzählt. Somit bleibt ihr Verschwinden wohl für immer ein Rätsel. Alle Spuren, bis auf die Knochen, wurden restlos "beseitigt".
  64. christopherturk schrieb am (13.10.2013 | 11:53):
    Nun ja, "restlos" ist nicht ganz korrekt. Manchmal ließ ein Gast doch ein paar Reste auf dem Teller liegen. Wichtig war, dass der Vater von Anna es sich schmecken ließ. Wie es der Zufall wollte, war er am selben Abend, als das Filetsteak besonders liebevoll zubereitet war, mit seinen etwas gar zwielichtigen Geschäftskontakten zugegen. Es schauderte ihm jedes Mal, wenn er nur an ihn dachte. "So ein Unsympath. Und so ein Schleimer". Erneut spürte er eine kurze Zeit die Gänsehaut. Und lachte kurz vergnügt auf, als er an den Anblick dachte, als der Vater herzhaft in ein Stück Filet biss. "Sein eigen Fleisch und Blut. Es ist halt nicht alles Gold, was glänzt".
  65. dasCARUSO schrieb am (13.10.2013 | 14:09):
    Anton erwachte schweißgebadet, ohne genau zu wissen, wo er war, aber absolut sicher, dass ein weiterer Mord kurz bevorstand. Er hatte ein paar Stunden lang auf einem Stuhl neben seinem Fenster gesessen und auf die Straße hinausgestarrt, die immer finsterer wurde und schließlich war er eingeschlafen, das Gesicht gegen die Scheibe gepresst und den Mund weit offen. In der linken Hand hält er einen zusammen geknüllten Brief, von Percy, der vor ein paar Tagen gekommen ist…
  66. Mimbrocken schrieb am (13.10.2013 | 20:43):
    Er konnte sich gar nicht mehr an den Inhalt erinnern. Vielleicht sollte er seinen Drogenkonsum einschränken. Die Sucht hatte ihn derart in Beschlag genommen, dass er oftmals schon Gegenwart und Vergangenheit durcheinanderbrachte. Mit zitternden Fingern las er die Worte, um gleich darauf in ein irres Lachen zu verfallen. "H I O G I" stand da in großen Lettern geschrieben. Anton wusste, dass seine Tage gezählt waren. Percy hatte seine Kontakte genutzt und die berüchtigte Internet-Community aus Deutschland auf ihn angesetzt. Nach außen hilfsbereit und freundlich, verfolgten sie nur ein Ziel: Das große Duden-Massaker. Ihre blutige Spur zog sich durch ganz Europa. Jetzt waren sie also ihm auf den Fersen. Die Angst schnürte ihm die Brust zu. Erst gestern hatte er in der "Gilmore Gazette" gelesen, dass ein ostdeutsches Mitglied dieser berüchtigten Organisation in London sein Unwesen trieb. Ein 34-jähriger Sicherheitsmann war mit einem Fremdwörterduden erschlagen worden. Seinen Leichnam hatte man in der Themse gefunden. Während er versuchte, seine Gedanken zu ordnen, bemerkte er nicht, wie sich eine dunkle Gestalt von hinten an ihn heranschlich.
  67. Zossen schrieb am (13.10.2013 | 21:10):
    "Sir, ihr 5 Uhr Tee und ihre Gurkensandwiches", lies sich eine heisere Stimme vernehmen. Anton war zu Tode erschrocken, fasste sich aber schnell wieder. "Danke, James, sie können sich den restlichen Tag frei nehmen. Gute Nacht!" Der Butler verliess den Raum so leise wie er gekommen war, und Anton erholte sich allmählich von seinem Schrecken. "Ich muss nachdenken", sagte er zu sich selbst. Fast verzweifelt fiel sein Blick auf die Bücherregale an der Wand. Irgendwo musste ein Fremdwörterduden sein. Den musste er so schnell wie möglich entsorgen, denn er wollte auf keinen Fall so enden wie dieser Sicherheitsfachmann.Und er brauchte mehr Informationen! Was bedeutete eigentlich "HIOGI"? Er musste es herausfinden, sonst hätte er keine Chance diese Nacht zu überleben. Das hatte er begriffen. Diese Community war gefährlich und hinterhältig! Also...
  68. christopherturk schrieb am (13.10.2013 | 21:23):
    versuchte er unterzukommen. Er dachte an Bayern, an das holländische IJsselmeer, die Ostsee und in seiner tiefsten Verzweiflung sogar an den Ruhrpott. Doch bei jedem Gedanken durchfuhr ihn ein Gefühl der absoluten Unsicherheit. Wo sollte er sich nur verstecken? Als er am Tee schlürfte, nahm er einen leichten, bitteren Geschmack wahr. Bevor er sich wundern konnte, versagten ihm die Knie. Er fiel zu Boden, und das letzte, was seine dunkelbraunen Augen wahrnahmen, war der prüfende Blick seines Butlers, der aus dem Halbdunkel auf ihn fiel.
  69. dasCARUSO schrieb am (13.10.2013 | 22:00):
    Da war er, ein weiterer Hinweis von der hiogi Bande: An der Kellertür, mit einem blutigen Messer befestigt, ein Duden. Ohne wirklich zu wissen, was oder warum der Butler es tat, öffnete er die Tür. Darin lag, sorgfältig auf einer Metallkiste drapiert, Ruperts Leiche. Arme und Beine waren herausgerissen worden, der Körper in Hüfthöhe zerteilt. Die Teile waren säuberlich aufgeschichtet, jedes einzeln eingewickelt und mit einen roten Band verschnürt. Und in einer von Ruperts Händen steckte ein Accessoire, Ruperts Duden. Der Butler ging zurück zu seinen Sessel, ließ sich in die Polster sinken und schloss die Augen. Ihm war bewusst, dass er aufgeregt sein sollte, wütend, ängstlich, verletzt, erfüllt von paranoider Feindseligkeit und gerechten Zorn. Aber nichts dergleichen. Stattdessen fühlte er… was? Und was war die Nachricht…
  70. christopherturk schrieb am (13.10.2013 | 22:15):
    ...die auf seinem iPhone zu lesen war? Hallo, die Community konnte keine Antwort finden. Verwandte Fragen und Diskussionsmöglichkeiten sowie ggf. Tipps und Ratschläge zu Deiner Frage über Mord,Totschlag,Familie vernichten findest Du in den Ergänzungen.
  71. Zossen schrieb am (13.10.2013 | 22:38):
    Der Butler war verzweifelt! "Eine Möglichkeit habe ich noch" dachte er. "Ich muss Lady M und Lord H kontaktieren. Sie wissen am meisten über diese Community und haben mit Sicherheit nichts mit den Morden zu tun. Vielleicht können sie mir einen Rat geben, denn es muss einen Verräter geben in dieser mysteriösen Community, der...
  72. dasCARUSO schrieb am (13.10.2013 | 22:59):
    Das iPhone vibrierte und eine neue Nachricht war zu lesen: „Wer schlechte Morde aus persönlichen Gründen betätigt, der schadet hiogi. Und wenn jemand das tut, dann werden wir sauer! Wir haben es euch schon einmal gesagt: Es geht um hiogi - nicht um dich oder ein anderes Community-Mitglied!“
  73. christopherturk schrieb am (13.10.2013 | 23:01):
    "Wer jedoch gute Morde begeht, ist herzlich eingeladen, sich in den inneren Zirkel der Macht zu begeben! Hast du Interesse?"
  74. Zossen schrieb am (13.10.2013 | 23:46):
    Der Butler dachte nach und kam zu dem Ergebnis, dass ein iPhone nur Ärger macht! Er schmiss es aus dem Fenster und kramte sein altes Android-Smartphone hervor. Er hatte ein gutes Antivirenprogramm drauf und versuchte HIOGI zu kontaktieren. Doch..
  75. christopherturk schrieb am (14.10.2013 | 22:02):
    ... er stellte fest, dass Android auch nicht wirklich das Wahre ist. Er versuchte, im Google Play Store die hiogi-App zu finden: Ohne Erfolg. "Verdammt!", rief er, entzürnt und gleichzeitig sorgenerfüllt. Was sollte er nun tun?
  76. dasCARUSO schrieb am (15.10.2013 | 00:12):
    Da hatte er eine Idee… Percy, der uneheliche Sohn von Lord Gilmore! Warum ist er nicht gleich drauf gekommen? Percy fühlte sich doch schon immer in dieser ungewöhnlichen, mörderischen 2.0 Community wie zu Hause und er war es der ihn damals ein Flyer von h i o g i gezeigt hatte. Als der Butler noch über seine nächsten Schritte nachdachte bemerkte er nicht wie Anton langsam wieder zu sich kam…
  77. Zossen schrieb am (15.10.2013 | 22:58):
    Ein Schädel zerbarst, und der Butler war Geschichte. Dann ging Anton erst mal was essen. Mit einem Sandwich auf dem Schoss schaltete er seinen PC an. Er loggte sich bei Hiogi ein. Viele offene Fragen und keine Antworten. Da hatte er DIE Idee! Er stellte selber eine Frage! Sie lautete...
  78. dasCARUSO schrieb am (15.10.2013 | 23:17):
    "Hab's getan, der Butler ist tot, wie kann ich seine Leiche verschwinden lassen?" - Es dauerte nicht lange und Anton erhielt eine Antwort von Percy: "Hallo kleiner Freund, wir sollten uns mal persönlich Treffen: h i o g i - Zentrale, Berlin in 3 Tage!"
  79. Zossen schrieb am (15.10.2013 | 23:27):
    Ja, gut , und wann geht der nächste Flug? Und wo ist das genau? Ihr sagt doch immer, ihr könnt alle Fragen beantworten! Und wohin mit der Leiche weiss ich ich immer noch nicht. Eine konkrete Antwort bitte!
  80. winni300 schrieb am (16.10.2013 | 17:54):
    Vogelgezwitscher erklingt ganz leise. Die Sonne scheint Lady Elisabeth ins Gesicht, sie öffnet langsam die Augen und merkt dass sie noch ziemlich benommen ist. Und warum liegt sie auf dem Fußboden - Was war passiert? Sie rappelt sich langsam auf und setzt sich langsam auf die Bank neben sich. Sie erinnert sich wieder. Sie ist auf dem Friedhof und wollte das Grab ihres verblichenen Gatten besuchen. Aber wieso kann sie sich danach an nichts mehr erinnern? "Oma, Oma", erklingt es hinter ihr laut. Lady Elisabeth dreht sich langsam um und sieht dann ihren Enkel Anton mit einem Mann. "Anton, was machst du hier? Was ist denn los hier?", entgegnet sie voller Hoffnung endlich Klarheit in die Sache zu bringen. "Oma, es tut mir so leid! Ich hab dich mit meinem neuen Fußball am Kopf getroffen und du bist umgekippt. Ich hab sofort Hilfe geholt...", Anton fängt an zu weinen. "Ach Anton, wein doch nicht. Es ist alles ok. Es ist nichts passiert. Ich bin nur gerade leicht neben der Spur.", sie nimmt ihren Enkel in den Arm. Ihren Enkel im Arm haltend, erinnert sich Elisabeth an ihren komischen Traum, den sie eben hatte. Es hatte sich alles so seltsam real angefühlt...
  81. Mimbrocken schrieb am (17.10.2013 | 17:58):
    Was so ein Fußball doch ausrichten kann. Antons Begleiter fühlte ihr den Puls. "Sie haben noch einmal Glück gehabt. Es hätte auch schlimmer ausgehen können. Sie sollten sich jetzt daheim etwas hinlegen." Lady Elisabeth greift zu ihrer Tasche, die neben ihr auf der Bank iegt. Während sie langsam aufsteht, fällt ihr Blick auf ein benachbartes Grab und ihr stockt der Atem ...
  82. winni300 schrieb am (17.10.2013 | 18:25):
    Ein Mann liegt auf der noch frischen Erde. Seine Haut ist kreidebleich. An der Stelle, an der das Herz sein sollte, ist nur ein großes Loch zu sehen. Angezogen vom ekelerregenden Geruch nagen Käfer, Maden und Würmer an der Wunde, um sich den Weg bis zum Magen freizumachen.
  83. Mimbrocken schrieb am (17.10.2013 | 21:33):
    Ihre schleimige Spur überzieht den ganzen Körper. Dort, wo ehemals die Augen waren, sind nur noch leere Höhlen. Ein Auge auf jemanden werfen, wird diesem Mann wohl nicht mehr möglich sein. Lady Elisabeth ist einer Ohnmacht nahe. Was war das heute nur für ein verrückter Tag ... "Bitte, Anton, verständige die Polizei. Ich glaube, der Mann ist tot." Anton setzte die messerscharfe Beobachtung der Tante sofort in die Tat um, wählte mit zitternden Fingern die 110 und schilderte, was geschehen war.
  84. Zossen schrieb am (17.10.2013 | 22:34):
    Währenddessen liess sich Lady Elisabeth wieder auf die Bank sinken und versuchte krampfhaft Haltung zu bewahren. Träumte sie möglicherweise immer noch, oder war sie etwa dabei ihren Verstand zu verlieren? Was war Wirklichkeit, und was gaukelte ihr vernebelter Verstand ihr vielleicht nur vor? Da hörte sie...
  85. Hawking schrieb am (17.10.2013 | 22:47):
    Nach 10 Minuten trifft der erste Streifenwagen am ort des Geschehens ein. Zwei Männer steigen aus dem blau silbernen Polizei Mercedes aus, und eilen zum Tatort. Zuerst fällt ihr Blick auf die anwesenden Personen danach auf die von Insekten zerfressene Leich, im Licht der noch immer eingeschaltetn Sirenen stock nun auch denn Beamten der Atem. Dem Mann fehlt nicht nur das Herz ihm wurde auch die Lunge entfernt, Lady Elisabeth hatte es wohl übersehen da sie aus Graue schnell wieder wegsah. Aber Herz und lunge wurden nicht einfach raus gerissen, sie wurden mit chirugischer Präzision abgetrennt.
  86. Zossen schrieb am (17.10.2013 | 23:06):
    Es war fast wie bei Raumschiff Voyager und der Episode mit Neelix, als die Vidiianer seine Lungen entfernt hatten. Diese Sendung schaute sie immer heimlich, weil es ihr in ihrem Alter schon irgendwie peinlich war. Aber vielleicht träumte sie ja einfach einen immerwährenden Albtraum! Vermischte sie Wirklichkeit mit Visionen? Was wollten Menschen oder etwa Ausserirdische damit bezwecken? Oder handelte es sich gar um eine Art Vampire? Sie riss sich zusammen! Organhändler! Das konnte möglich sein!
  87. christopherturk schrieb am (18.10.2013 | 09:42):
    Manchmal dachte sie sich wirklich, was manche Leute rauchen müssen, um solche Dinge zustande zu bringen.
  88. dasCARUSO schrieb am (18.10.2013 | 15:35):
    ...und griff nach ihrer Marihuana Zigarette.
  89. Zossen schrieb am (18.10.2013 | 21:28):
    Die Marypflanzen machten sich einfach äusserst dekorativ zwischen den Rosen und dem Lavendel auf dem Grab ihres verblichenen Gatten.
  90. Questlerianer schrieb am (20.10.2013 | 12:37):
    Sie hatte wohl etwas heftig an dem Joint gezogen, ihr kam es vor, als sei sie drei Tage förmlich weggetreten sei ...!? Aber diese Organgeschichte war ja auch zu gruselig! Sie erinnerte sich an einen Film aus den 80-iger - er hieß wohl "Fleisch"?? Da wurden auch harmlose Spaziergänger entführt und dann "ausgeschlachtet" und ihre Organe verhökert! War hier die Mafia am Werk? Oder doch überirdische Mächte, die im Zuge der beginnenden, dunklen Jahreszeit aus mystischen Tiefen ans Licht drängten? Und warum hier, was hatte ihre Familie denn verbrochen? Oder waren sie doch Zufallsopfer? Fragen über Fragen - da ließ ihr ein Blick aus dem Fenster das Blut in den Adern gefrieren ...
  91. christopherturk schrieb am (20.10.2013 | 15:23):
    ...die Frau von der Post. Eine sehr liebe Frau, doch heute - just an diesem 21. des Monats - trug sie ein großes Paket vor sich her. Sie schlingerte etwas. Alleine das große, unverkennbare Logo auf dem Paket war unverkennbar für das, was folgen sollte. "Der Augenblick, vor dem ich mich fast sechs Jahre gefürchtet hatte, ist schließlich gekommen."
  92. Zossen schrieb am (20.10.2013 | 22:01):
    "Mein Bruder hat mir wirklich ein iPhone gekauft!", dachte sie, als sie das grosse Apple-Logo sah. Aber nein, dafür war das Paket viel zu gross! Das konnte nicht sein!
  93. winni300 schrieb am (20.10.2013 | 22:10):
    Mit zitternden Händen öffnete sie das Paket, das ihr der Paketbote genervt übergeben hat. So ein stinkendes Paket hat er noch nie ausliefern müssen. Auch Lady Elisabeth bemerkte einen Geruch, den sie zuletzt vor vielen, vielen Jahren gerochen hatte. Trotzdem hat sie ihn nie vergessen. Und so kam es, wie es kommen musste. In dem Paket lag ein abgetrennter Kopf. Es war der Kopf ihrer Tante aus Deutschland.
  94. christopherturk schrieb am (20.10.2013 | 22:48):
    Sie erinnerte sich an den anonymen Brief, der vor 6 Jahren in ihrem Briefkasten lag. Er stammte von einem Unbekannten. Der anonyme Verfasser hatte aufgedeckt, in welch schmutzigen Geschäfte die Familie jahrzehntelang investiert hatte. Lady Elisabeth erfuhr niemals, wie genau das große Familienvermögen zustande gekommen war. Das wollte sie eigentlich auch niemals. Ein Vertrauter der Familie, Investmentbanker bei einer Privatbank versuchte einst, das Geflecht aus Beteiligungen so simpel wie möglich zu erläutern. Er sagte, er habe in irgendetwas investiert, was mit Obst zu tun hätte, und wir müssten uns um Geld keine Sorgen mehr machen, erinnerte sie sich. Und nun dieser mysteriöse Karton mit dem Apple-Logo. Ob das einen Zusammenhang hatte?
  95. Zossen schrieb am (20.10.2013 | 23:10):
    Aber erst mal musste sie dieses penetrant riechende Paket loswerden! Sie trug es zum Komposthaufen und grub es flink unter. "Problem 1 gelöst" , dachte sie. "Diese dämliche Tucke konnte ich sowieso noch nie leiden". Aber was nun? Diesen Investmentbanker kontaktieren? Obst? Äpfel? Und dann hatte sie einen Gedanken! Sie...
  96. christopherturk schrieb am (20.10.2013 | 23:19):
    ...bat den immer noch verwirrt wirkenden Postboten, der mit den Tücken der Technik zu kämpfen hatte und seinen Paketscanner wie ein Irrer bearbeitete zu sich in den Garten. "Wie lange bringen Sie mir nun schon die Post?" "Etwa 9 Jahre, Lady Elisabeth". "Wir kennen uns nicht, folgen Sie mir doch auf die Veranda!" Gerade, als er sich wunderte (die alte Lady wurde von vielen als "seltsamer Kauz" bezeichnet), stieg er auf die Abdeckung des alten Brunnenschachtes. Im Bruchteil einer Sekunde erkannte er das Geräusch nachgebenden, alten Holzes. Der Boden unter ihm schwankte, dann tat sich ein Loch auf und mit einem lauten Schrei stürzte er die 42 Meter, ein jahrelang von dem Vorfahren der verschrobenen Alten gegrabenes und gehauenes Meisterwerk der Baukunst, hinab. Ein leises Platschen verkündete das Ende seiner letzten Reise. Das Knirschen etwas jüngerer Bretter begleitete das Erlöschen sämtlichen Lichtes in diesem alten Schacht. Fast sämtlichen Lichtes. Wenige Augenblicke leuchtete der Bildschirm seines Scanners noch. Hätte er nicht mit den immer schwerer werdenden Klamotten seines Arbeitsgebers gekämpft, hätte er gelesen: "Unterschrift des Empfängers:" Dann tat das eindringende Wasser in das technische Gerät sein unaufhörliches Werk. Die Tropfen verbanden mehrere elektrische Bahnen auf der Hauptplatine und mit einem leisen Piepen gab die Technik dem kalten Element nach.
  97. Zossen schrieb am (20.10.2013 | 23:35):
    "Samsung" war sein letzter Gedanke. Aber es nützte ihm nichts mehr! Doch was bezweckte Lady Elisabeth mit dieserTat?
  98. Zossen schrieb am (21.10.2013 | 23:07):
    Lady Elisabeth steckte sich den nächsten Joint an und überlegte. Sie war jetzt gänzlich verwirrt. Warum hatte sie das eigentlich gerade getan? Sie hatte doch ganz andere Sorgen. Was sollte sie morgen zu Mittag kochen! Irish Stew oder Beef Wellington? Fish and Chips wäre natürlich einfacher und schmackhafter! Und mit oder ohne Minzsauce? Und irgendwo im hintersten Winkel ihres Gedächtnisses tauchte immer wieder das Wort Obst und Investmentbanker auf. Aber sie konnte keinen klaren Gedanken fassen. Und dann ...
  99. Questlerianer schrieb am (21.10.2013 | 23:24):
    ... besann sie sich im letzten Moment doch und versagte sich jegliche Art der Fleischeslust bereits im Voraus! Für den kommenden Tag war ja Veggie Day befohlen, sie würde also auf Spinat oder Brechbohnen ausweichen. Beim Gedanken an diese Sorte Bohnen stieg ihr aber bereits wieder die bekannte Übelkeit hoch, gleich würde sie wohl brechen müssen ...
  100. Zossen schrieb am (21.10.2013 | 23:32):
    Halt, da war doch was mit Obst, aber was nur? Jetzt hatte sie es ! Sie würde morgen einen Obsttag einlegen. Bei ihrem Gewicht...
  101. christopherturk schrieb am (21.10.2013 | 23:33):
    ...war es soweit. Ein Apfel, rund und saftig, seit Monaten von der Blüte zur Frucht reifend, am Baum hängend und eine Wonne für den Betrachter, hatte den Zeitpunkt erreicht, an dem die Schwerkraft über die filigrane Verbundenheit zwischen Mutter Baum und ihm selbst besiegen sollte. Die Verbindung löste sich. Was sonst als natürlicher Vorgang klassifizert wurde, sollte in dieser Geschichte eine Wendung nehmen, die selbst dem kühnsten Betrachter nicht in seinen Träumen eingefallen wäre. Der Apfel fiel, 9,81 Meter pro Sekunde an Fallgeschwindigkeit wurden erreicht. Die Gravitation, die Reibungskräfte und diverse weitere physikalische Mächte wirkten auf die wunderschöne, rot glänzende Frucht ein. Sie stürzte dem Erdboden entgegen. Hätte sie ein Bewusstsein gehabt, wären ihre Worte gewesen: "Zur Seite, alte Schachtel!". Sie wäre stolz gewesen, es dem etwas früher verfaulten Genossen ihrer Spezies, ja dem so berühmten Ahn gleichzutun, der einst eine historische Begnung mit dem späteren Sir Isaac Newton eröffnete. Doch aufgrund der mangelnden Menschlichkeit des Apfels donnerte er - ohne weitere Vorankündigung oder Warnung - mit aller ihm von Gott oder brillianten Physikern zugestandenen Macht auf den Schädel der alten Dame. Diese - da einander nicht vorgestellt worden und den Stolz des schönen Runds nicht im Geringsten empfindend - verfluchte die Frucht, während sie zu Boden stürzte. Der ebenfalls zufällig anwesende Baumstamm, vor 42 Jahren noch eine stattliche Eiche gewesen, bevor der alten Dame Vater sie zugunsten der Sonneneinstrahlung auf die Terrasse fällte, konnte aufgrund seiner fehlenden anthopomorphen Züge ebenfalls weder ausweichen, noch warnen, und so schlug die einst so stattliche - und, wollte man dem alten Mister Green aus dem Seniorenclub Glauben trotz seiner fremdartig wirkenden Marotten Glauben schenken, in uns sehr weit entfernten, vergangenen Zeiten sehr attraktiven - Frau mit dem Auge direkt in einen noch überraschend stabilen Ast-Überrest auf. Ein hässliches Pflatschen trat in dem Moment auf, in dem das weiche Organ auf Holz traf. Dann verließen die alte Frau ihre Sinne. Besser war es, der Anblick könnte so manchem Mann die Sinne rauben.
  102. winni300 schrieb am (22.10.2013 | 20:53):
    In diesem Augenblick kam Anton in den Garten. Den Schock vom Friedhof hat er gut verkraftet. Ein paar zusätzliche Stunden bei dem Psychiater, der schon Antons Urgroßmutter therapiert hat, haben ausgereicht. Er war überhaupt immer ein sehr liebes Kind gewesen. Für seine höfliche und zuvorkommende Art wurde er von allen sehr gelobt. Es kannte schließlich niemand seine Gedanken. Auch dass er über das dunkele Geheimnis, rund um das Vermögen der Familie und den Investmentbanker, bescheid weiß ahnte niemand. Sein Blick traf als allererstes auf das Pflat­schen auf dem Baumstamm. Erst danach sah er seine Großmutter daneben liegen, sie hielt sich ihre Hand vor die Stelle im Gesicht, wo vorher ihr Augapfel war. Davon war nicht mehr viel übrig. Bei ihrem Sturz hat sie sich wohl auch eine Platzwunde am Kopf zugezogen und stand dementsprechend neben sich. Anton grübelte nicht lange, holte seinen Hockeyschläger aus der Tasche und nutzte die Hilflosigkeit seiner Oma und die nahende Dämmerung, um...
  103. christopherturk schrieb am (22.10.2013 | 21:12):
    ...ein paar Bälle ins Tor zu jagen. Die alte Schachtel hatte ihm bislang immer verboten, mit Vollwucht Tennisbälle an das alte Blechtor zu donnern. Nachdem er eine halbe Stunde trainiert hatte, ging er in sein Zimmer und spielte etwas an sich herum. Die tote Oma, das ganze Vermögen nun seines, was sollte ihn da noch aufhalten. Ein interessanter Vertrag, den er einst mehr oder weniger zufällig entdeckt hatte, sollte ihm am Tag seines 18. Geburtstags zum Multimillionär machen, wenn die Großmutter bis dahin verstorben sein sollte. Mutter Natur hatte hier dankenswerterweise nachgeholfen. "Darwin hatte also Recht", schmunzelte er vor sich hin und dachte dabei an die verdammt heißen Kurven der jungen Biologiereferendarin, die anhand irgendwelcher komischer Vögel die Evolutionstheorie erläuterte. Dieser Gedanke (nein, nicht die Vögel!) verleitete ihn erneut, an sich ... nun ja. Was er nicht ahnte: Sein Verderben war gar nicht weit, genauer gesprochen direkt vor seiner Türe. Mit einem hässlichen Knarzen schwang sie auf und ...
  104. Zossen schrieb am (22.10.2013 | 22:36):
    die totgeglaubte Lady Elisabeth wankte herein. Mit ihrem verbliebenem Auge fixierte sie ihn und hob drohend seinen Hockeyschläger. "Du Ausgeburt der Hölle wagst es Tennisbälle an das Blechtor zu donnern? Ich bring dich um und...
  105. christopherturk schrieb am (22.10.2013 | 22:41):
    ...ramme dir diesen verfluchten Pflock mitten ins Herz!" Der junge Mann, eben noch auf einen anderen Pflock fixiert, sprang auf, wich geschickt den Schlägen aus und lachte die Großmutter aus, als er aus ihrem - zugegebenermaßen etwas eingeschränkten - Sichtfeld entschwand. Die gute Dame stürzte ihm hinterher und stolperte über die Katze die - obwohl mehrfach freundlich darauf hingewiesen - direkt am Treppenabsatz schlief und von Mäusen träumte. Die ehrwürdige Lady kam etwa 6 Mal mit dem Schädel auf einer Treppenstufe auf und gerade, als sie mit einem dumpfen Schlag am Treppenende ankam, schlug die Turmuhr - recht passend zum allgemein vorherrschenden Takt des Falls - Mitternacht. Die Frau tat ihren letzten Atemzug, leicht röchelnd ob des Bluts in ihrer Lunge und hauchte das Leben aus. Nun war der neue Multimillionär ein gemachter Mann, die Oma tot und die Katze zutiefst empört. Anton atmete tief ein und nahm einen merkwürdigen Geruch wahr. Roch es hier nach frischer Pizza?
  106. Zossen schrieb am (22.10.2013 | 23:54):
    Wahrscheinlich hatte Garfield , der Kater, wieder mit seinen Pfoten auf seinem Tablet rumgespielt. Das Tier schaute einfach zu viel Werbung! Es war wohl auf "Lieferheld" gekommen und jetzt stand der Pizzabote vor der Tür! Sollte er ihn reinlassen?
  107. Zossen schrieb am (24.10.2013 | 00:00):
    Vorsichtig öffnete er die Tür einen Spalt, doch es war zu spät! Die Bombe explodierte und der Millionenerbe war in alle Winde zerstreut! Wer hatte einen Vorteil davon? Percy? Der hatte doch gar keine Ahnung von Obst und kannte noch nicht mal den Ausdruck "Investmentbanker!. Sollte es vielleicht Lady Elisabeths Freundin gewesen sein? Da gab es doch mal einen Zeitungsartikel über eine heimliche Bombenlegerin!
  108. winni300 schrieb am (24.10.2013 | 17:33):
    Oder war es ein unheimlicher Bombenleger? Hinter dem Zaun des explodierten Hauses spähten zwei Augen hervor, die so düster dreinschauten, dass sie nur zu einer Person gehören konnten. Dem unehelichen Sohn von Lady Elisabeth, über den sie nie sprach. Elias McGoofy. Er wohnte auf der anderen Seite der Stadt, ganz bescheiden in einem Schloss. Die Kinder in der Stadt erzählen sich über das Schloss und McGoofy schon seit jeher die schlimmsten Gruselgeschichten.
  109. Mimbrocken schrieb am (24.10.2013 | 22:22):
    Elias McGoofy war keine ansehnliche Gestalt. Bei seiner Geburt erlitt die Hebamme einen Schock und musste ins örtliche Krankenhaus eingeliefert werden. Er hatte einen riesigen Buckel, zog das rechte Bein nach und war inkontinent. Aus diesem Grund ging ein ziemlich penetranter Geruch von ihm aus. In den Sommermonaten war es besonders schlimm. Dann folgten ihm Heerscharen von Fliegen. Wenn er sich unbeobachtet fühlte, landete die ein oder andere blitzschnell in seinem Mund. Auf seinem Schloss fühlte er sich sicher. Menschen waren ihm ein Gräuel. Besonders Kinder hasste er aus tiefstem Herzen. In seinem Keller hielt er eine Herde Schafe, die durch genetische Manipulation zu fleischfressenden Monstern geworden waren. Die Kinder hatten also allen Grund, nicht in die Nähe des Schlosses zu kommen. In den letzten Jahren beklagte die Stadt den Verlust von Kevin, Simon, Chantall und Nico. Ihre Leichen wurden nie gefunden. McGoofys Schafe durften nicht ans Tageslicht, da sie ja bekanntlich schrumpfen, wenn es regnet. Heute war Fütterung. Er hielt die Axt mit beiden Händen fest umklammert und trat hinter dem Zaun hervor.
  110. christopherturk schrieb am (24.10.2013 | 22:26):
    Eigentlich war er ja ein friedliebender Mensch gewesen. Er liebte Kätzchen, er strickte gerne. Aber als die Zeitung titelte: "Sensation: Vierlinge geboren: Kevin, Simon, Chantall und Nico", tickte er aus. Richtig. Er stach zuerst Kevin tot, weil er Kevin hieß. Chantall stach er tot, weil sie Chantall hieß. "Alle guten Dinge sind drei", dachte er und stach Simon tot. Und weil er gerade dabei war, er die Folge "Simpsons" schon gesehen hatte und er diverse Windows-Updates laden musste, nahm er sich die Zeit und stach Nico tot. Die blöden Eltern tötete er danach auch noch.
  111. Zossen schrieb am (24.10.2013 | 22:38):
    Aber erst mal musste er sich jetzt um seine Schrumpfschafe kümmern. Das Fleisch der Kinder hatte nicht lange gehalten und von den Überresten seines Bombenanschlages wurden sie natürlich auch nicht satt. Ja, seine Schafe ernährten sich ausschliesslich von Fleisch! Dabei war er mit dem Verkauf von Pommes reich geworden. Hatte das vielleicht etwas mit "Obst" zu tun? Ging er für das Familienerbe wirklich über Leichen? Da entdeckte er...
  112. christopherturk schrieb am (24.10.2013 | 22:43):
    ...ein herrenloses Auge. Wo das herkam? Keine Ahnung, dachte er, und aß es erstmal. Zuerst eine harte Schale, dann ein weicher Kern. Immer wieder ein Genuss. Er aß ja gerne die Blauen. Die hatten einfach einen herrlichen Geschmack. Einem vom Lärm angelockten Nachbarn schlug er erst mal den Kopf ab und pfriemelte die Augen aus dem Schädel. Für später. Zufrieden rülpste er, trat kichernd nochmal gegen den augenlosen Schädel und marschierte weiter.
  113. Zossen schrieb am (24.10.2013 | 23:32):
    Oh, das tat gut! Erst die äusserst schmackhaften Augen und dann auch noch Hirn für seine Schafe! Ja, das war mal wieder ein wirklich schöner , erfolgreicher Tag! Gerade Hirn mochten seine Schrumpfschafe ja besonders gerne und brauchten auch nicht allzuviel davon. Das war Kraftfutter! Und danach waren sie immer besonders aggressiv! Er beschloss, ihnen trotz allem mal einen Auslauf zu gönnen und ging...
  114. winni300 schrieb am (25.10.2013 | 11:58):
    ..., gefolgt von den Fliegen, zurück zu seinem Schloss, ohne zu ahnen, wer dort auf ihn wartet.
  115. christopherturk schrieb am (25.10.2013 | 12:12):
    Als er die Türe öffnete und die Schafe ins Mondlicht strömten, zündete er sich erstmal eine an. Ein Tropfen traf ihn an der Stirn. Gedankenversunken wischte er ihn weg und nahm einen tiefen Zug. Auch den zweiten, den dritten und den vierten Tropfen wischte er sich von der Stirn. Erst dann fiel ihm ein, dass die Schafe und Regen zwei Dinge waren, die sich nicht begegnen sollten. Er konnte nicht schnell genug zu seiner Herde laufen. Er suchte, blickte nach links und rechts. Ein extrem helles (kinderstimmengleiches) "Määääh" kam aus Richtung Boden. "Scheisse". Seine komplette Schafherde war geschrumpft. "Ist ja weithin bekannt, dass Schafe schrumpfen, wenn es regnet". Die Gen-Manipulation war hier nicht förderlich. Eher das Gegenteil. Er stellte fest, dass er schon 5 Schafe am Schuh kleben hatte. Ein lautes Seufzen - ja eher sogar ein Stöhnen - ertönte. Doch er war es nicht gewesen.
  116. Zossen schrieb am (25.10.2013 | 22:37):
    Ein Wolf vielleicht? Aber für den wären seine Schrumpfschafe ja nur kleine Appetithäpchen. Er spürte die Gefahr aber ganz deutlich und sammelte in Windeseile seine Schäfchen ein. Nein, was wirkten sie putzig, aber was konnten sie alles anrichten, wenn sie wieder zu voller Grösse gewachsen waren! Er steckte sie erst mal in seine Jackentasche. Hoffentlich war das kein Fehler! Dann machte er sich auf zu seinem geheimnisvollen Schloss. Er musste seine Schäfchen so schnell wie möglich wieder ins Trockene und in ihr Verliess bringen.Insgeheim ärgerte er sich über seine Dummheit und seinen Übermut. Da hörte er schon wieder dieses unheimliche Stöhnen und beeilte sich, doch...
  117. Mimbrocken schrieb am (25.10.2013 | 23:05):
    es war zu spät. Das Stöhnen wurde lauter, ja es wurde geradezu ekstatisch. Als er sich vor Angst wie gelähmt umdrehte, sah er etwas riesiges Fleischfarbenes aus einem geöffneten grauen Trenchcoat herausschauen. Oh mein Gott, war das wohl der berüchtigte Genital-Mörder??? Ehe er den Gedanken zu Ende denken konnte, spürte er, wie eines seiner Schrumpfschafe blitzschnell aus der Jackentasche hervorschoss und sich in der riesigen Manneszierde verbiss. Gellende Schreie drangen durch die Nacht. Er versuchte das Schaf loszureißen, aber die Zähne waren unerbittlich. Blutige Fontänen schossen aus der Wunde. Während der Trenchcoat wimmernd zu Boden sank, ließ das Schaf von alleine ab. Ein lauter Rülpser drang aus seinem Rachen. Was für ein Alptraum! Er ließ den sterbenden Mann zurück. Hier kam jede Hilfe zu spät.
  118. Zossen schrieb am (25.10.2013 | 23:23):
    "Jetzt aber schnell in den Keller", dachte er, und freute sich in Gedanken schon auf einen schönen Abend vor dem Fernseher bei einem alten "Tatort", doch da begannen die Schafe in seiner Tasche zu sich wieder zu erholen. Sie wurden grösser und grösser und grösser und , wenn er sich nicht beeeilte würden sie ihn auffressen!
  119. christopherturk schrieb am (26.10.2013 | 00:21):
    Also erschoss er jedes einzelne der blöden Schafe. "Peng", hallte es durch die altehrwürdigen Hallen. Sauber blutig, aber das Fernsehvergnügen konnte nun ungetrübt sein.
  120. Zossen schrieb am (26.10.2013 | 00:57):
    Leider kannte er diesen sehr langweiligen "Tatort" schon und draussen ging das Gestöhne wieder Los! Sollte sich der Genitalmörder etwa in einen Zombie verwandelt haben?
  121. winni300 schrieb am (26.10.2013 | 19:03):
    Dann klopfte es laut an der Schlosstür.
  122. Zossen schrieb am (26.10.2013 | 22:09):
    Es kostete ihn viel Überwindung, aber dann siegte seine Neugier! Obwohl er sich der Gefahr voll bewusst war öffnete er die Schlosstür einen Spalt breit. Und die Realität war furchtbar! Er sah wieder einen Trenchcoat und etwas Fleischfarbenes. Erst wollte er die Tür sofort wieder zu knallen, doch dann erkannte er, dass es sich nur um eine Strumpfhose handelte, die unter dem Trenchcoat hervorblitzte! Es handelte sich dem ersten Anschein nach um eine Frau, aber...
  123. winni300 schrieb am (26.10.2013 | 22:55):
    sie hatte einen angeknabberten Penis!
  124. Zossen schrieb am (27.10.2013 | 00:17):
    Es war wirklich der Genitalmörder, der sich wohl tatsächlich in einen Zombie verwandelt hatte! Sein fleischfarbenes Teil hing runter, weil wohl kein Leben mehr darin war. Der Anblick war einfach grauenvoll! Er versuchte, die Tür zu schliessen, aber es gelang ihm nicht! Da...
  125. christopherturk schrieb am (27.10.2013 | 00:36):
    kam ihm die Einleuchtung: Er schnappte sich den leblosen Penis und band die Mörderin damit am nächsten Zaunpfahl fest. Warum auch immer hier ein Zaun stand. Egal. Die Frau schimpfte. Damit hatte sie nicht gerechnet. Eigentlich hätte sie ja frei gehabt. "Mach Dir einen schönen Tag mit der Familie", hatte ihr Chef gesagt. "Entspann dich und komm Montag wieder". Aber nein, sie musste ja ans Telefon gehen. Samstags. Seit ihr ihr Arbeitgeber ein Handy stellte, trug sie es immer bei sich. Sie war Farmville-süchtig. Mit dem neuen Zaubergerät konnte sie immer spielen, wann sie wollte und wann sie musste. Um das lange Klingeln zu beenden, ging sie ran und hoffte, der anonyme Anrufer hätte sich verwählt oder hätte ihr ein Angebot zur Verlängerung des Sky-Abos gemacht. Nur um wieder daddeln zu können, hätte sie "Ja" und "Amen" gesagt. Aber nein! Ihr Chef hatte einen Spezialauftrag. Kam von der alten berüchtigten Schachtel, Lady Elisabeth. Den dämlichen Familientrottel umlegen, Hände waschen und zur 421. Wiederholung von "Gilmore Girls" daheim sein. So war zumindest der Plan. Jetzt hing sie hier. In vielen Bars konnte sie mit ihren Brüsten punkten und so mancher braver Familienvater gab sich seinen homosexuellen Neigungen hin. Schnell, anonym, günstig. Meist war sie für einen Drink oder zwei zu haben. Aber jetzt war ihr das Anhängsel zum Verhängnis geworden. Als sie die toten Schafe erblickte, fiel ihr ein, dass es auf ihrer Farm nicht viel anders aussehen würde, würde sie jetzt nicht online gehen und ihrer Spielsucht nachgehen. Seufzend suchte sie sich eine bequeme Position (auch wenn ihr bestes Stück festgebunden war) und loggte sich ein. "Puh, meinen Schafen gehts gut", bemerkte sie erleichtert. Ihre Gedanken waren schon in ihrer virtuellen Welt. Der junge Mann hingegen hatte auf einmal eine andere Sorge:
  126. winni300 schrieb am (27.10.2013 | 14:02):
    Wie sollte er in den wenigen verbleibenden Tagen die große Halloween Party planen? Er hatte sich vorgenommen die halbe Stadt in sein Schloss einzuladen. Nicht ohne Hintergedanken natürlich.
  127. christopherturk schrieb am (27.10.2013 | 21:30):
    Er hatte eine tolle Idee: Eine Facebook-Gruppe, die sich "Hübsche Mädchen in Nightmare City" nannte, war sein Ziel. Dort war es an der Tagesordnung, dass sich minderjährige Mädchen möglichst unbekleidet zeigten, aber doch so angezogen, dass Facebook ihre Accounts nicht löschte. Ja, es war beinahe ein Wettbewerb, einen möglichst tiefen Einblick in den Ausschnitt zu geben, die hervorstehenden Nippel im Bikini zu präsentieren oder ein möglichst hübsches Duckface zu zeigen. Duckface, ein neudeutscher Begriff, der unser Nachfahren bei archäologischen Ausgrabungen sicherlich dazu bringen würde, die Schulbücher über die Vergangenheit so zu schreiben, dass das Formen eines Entenschnabels mit Hilfe des Mundes im 21. Jahrhundert gang und gäbe gewesen war. Diese Gruppe (deren alleiniger Kurzbesuch würde die Mütter der jungen Damen sicher zur sofortigen Ohnmacht, Selbstverstümmelung oder zu innerem Verbluten treiben, sähen sie ihre Lieben sich so prostituierend) klickte er nun an. Seine Gedanken schweiften etwas ab, als er die viele nackte Haut so junger und unberührter Mädchen sah. Dann fiel ihm sein Ziel wieder ein. Er postete: "Heiße Halloween-Party auf Schloss Nightmare! Werde Queen of Wet-T-Shirt, mache lustige Duckface-Fotos mit deiner BFF und lasse diese von unseren Party Guides auf Facebook posten. Eine Überraschung für jedes Bikini-Girl wartet auf Euch!". Er tätigte mehrere Anrufe. Schnell war alles organisiert: Catering, Dekoration und Musik würden bereit stehen. Um die Eltern nicht in Sorge geraten zu lassen, wurde von einem alten Bekannten, dem er einst einige unangenehme Geschäftspartner beseitigt hatte, eine Pseudo-Feier mit Shuttle-Service ins Schloss organisiert. Die lieben Eltern würden die Kinder absetzen und sich in Sicherheit wiegen. Ein Sicherheitsdienst, der nur Minderjährige ins Schloss ließe und ungebetene Gäste abhalten würde, war in der nächsten größeren Stadt engagiert worden. Und ein paar Tänzer, Kellner und Party Guides, die den Abend sicher nicht überleben würden und der Nachwelt von den geplanten Vorgängen berichten würden, waren auch erschreckend schnell eingestellt. Zufrieden grinste er in sich hinein. Als er in seinem Browser den Tab "Facebook" öffnete, stockte ihm der Atem. Alles hatte er erwartet. Aber nicht 94 Zusagen, 120 Likes und die ersten Kommentare über Bekleidung, Übungs-Duckface-Bilder und fröhliches Geschnatter wie "Da war ich ja noch nie!" in so kurzer Zeit. Eiskalt lief es ihm aber den Rücken hinunter, als er las, dass Patricia McMillan zugesagt hatte. Sie kannten sich aus der Grundschule. Sie saß eine Reihe vor ihm. Anstatt aufzupassen, hatte er nur auf ihren perfekten Körper gestarrt. Tagein, tagaus. Blonde Haare, schulterlang, wunderschön geformte Schultern und die schlanken, fast bis zum Himmel reichenden Beine. Eine engelsgleiche Stimme, blaue Augen wie ein Gebirgsbach an einem Frühlingmorgen und makellos gefeilte Fingernägel. Ohrringe, die in der Sonne glitzerten wie ein Piratenschatz, eine Halskette mit ihrem Sternzeichen, Wassermann, das er in zahllosen Gemälden, Notizen und Schulhefteinträgen verewigt hatte und ein - der Leser möge uns diese exakte Schilderung nachsehen - Hinterteil, dessen Form er aus Wachs nachmodelliert hatte und jahrelang fester Bestandteil seines abendlichen Einschlafrituals war. Rundungen, wie sie nur ihr Schöpfer höchstpersönlich in einem Überfluss an Endorphinen formen konnte. Dies hatte ihm nicht nur ständig schlechte Zensuren eingebracht, die Aufmerksamkeit von der Lehrkraft auf die Mitschülerin konzentriert, sondern auch den Spott seiner Klassenkameraden, denen die offensichtliche Fixierung genug Stoff zum Lachen gab. Eines Tages, als er auf den Pausenhof trat, stellte er fest, dass Trillian (so wurde sie von ihren Freundinnen genannt), sich ebenfalls über seine plumpe Art lustig machte. Den Klang ihres Lachens hatte er heute noch im Ohr, als wäre es gerade eben erst verklungen. "Der kleine Spinner ist so ein Versager, der soll froh sein, wenn ihn die Alte vom Hausmeister mal ansieht, ohne zu kotzen",hatte sie gesagt. Dieser Tag, das bösartige Lachen und diese verhängnisvollen Worte hatten ihn zu dem Menschen gemacht, der er heute war. Er hatte etwas Angst vor der neuerlichen Begegnung. Aber auch eine unbändige Vorfreude. Sie würde ihm gehören. Nur ihm alleine. Er konnte sich kaum zügeln, als ihm die Gedanken in den Kopf schossen, was er alles mit ihr vorhatte. Er hatte fast die Zeit übersehen! Er wollte doch noch...
  128. Zossen schrieb am (27.10.2013 | 23:08):
    zur Toilette gehen und danach...
  129. Zossen schrieb am (28.10.2013 | 22:06):
    Verdammt, er litt wohl schon unter Alzheimer! Jetzt fiel es ihm siedendheiss ein! Er musste noch seine Folterinstrumente abstauben, sortieren und griffbereit zurechtlegen! Schliesslich sollte es eine Riesenparty werden, an die Alle noch lange denken würden! Er beschloss in das Kellerverliess zu gehen und alles vorzubereiten. Viel Zeit blieb ihm schliesslich nicht! Aber..
  130. christopherturk schrieb am (28.10.2013 | 22:22):
    ...er hatte ja genügend Übung. Dieses Szenario hatte er - aus reinen Übungszwecken - schon dutzende Male durchgespielt. Als er sein Meisterwerk abstaubte, wurde er beinahe etwas stolz. Aus einem alten Stromgenerator, ein paar Displays und diversen weiteren Dingen vom Elektroschrott hatte er sich ein Strom-Foltergerät zusammengebastelt. Anhand des Pulsschlags und eines EEG-Messgeräts wurde die optimale Stromstärke und Spannung errechnet, um eine möglist lange Folter mit maximalen Schmerzen zu ermöglichen, ohne den Tod des Opfers zu riskieren. "Mit der Rechenleistung dieses Gerätes hätte man 1969 den ganzen Freistaat Sachsen auf den Mond fliegen lassen können", dachte er. Entzückend. Er freute sich schon darauf, sein Baby auszuprobieren!
  131. Zossen schrieb am (28.10.2013 | 22:42):
    Im Afghanistankrieg hatte es ihm schon gute Dienste geleistet, aber aus Angst vor Repressalien hatte er es nicht so einsetzen können, wie es ihm lieb gewesen wäre.Doch jetzt sollte der Spass erst richtig los gehen! Er freute sich schon auf...
  132. christopherturk schrieb am (28.10.2013 | 22:47):
    schwitzende, blutende Körper. Menschen, die schrien, zuckten und nach verbranntem Fleisch rochen. Das erinnerte ihn an...
  133. Zossen schrieb am (28.10.2013 | 22:54):
    die Tatsache, dass er heute noch so gut wie gar nichts gegessen hatte. So ein richtig blutiges Steak wäre jetzt genau das Richtige. Und dabei würde er sich überlegen ...
  134. Mimbrocken schrieb am (30.10.2013 | 18:41):
    wie er die Rechnung für das Catering bezahlen sollte. Die Summe hatte ihm glatt den Atem verschlagen. Sein Konto war tiefrot im Minus. Daran war letztlich auch sein Banker schuld. Eigentumswohnungen in Transsilvanien - als risikofreie Geldanlage angepriesen - hatten ihn um das Ersparte gebracht. Aber der Bankmensch war auch zur Party geladen. Die Angelegenheit würde sich bestimmt mit dem entzückenden Strom-Foltergerät klären lassen ... Während er sein Essen genoss, erklang der dumpfe Haustürgong. Sollte das der erste Gast sein? Er wischte sich mit dem Handrücken den Mund ab und machte sich auf den Weg zur Tür.
  135. christopherturk schrieb am (30.10.2013 | 19:36):
    Nein, es war ein Rotzlöffel aus dem Dorf. "Süßes oder Saures", rief er. Er knallte dem verfluchten Pack die Türe ins Gesicht. Die Mutter, die dabei war und sonst definitiv nicht zu den besten Eltern gehörte, dafür aber zu denjenigen, die immer fröhlich die Sätzchen vorsagten, "schau gruslig" wisperten und missbilligend die Gaben an ihre Schätzchen musterten, war ebenso entsetzt. Der Kleine hatte diesen Auftritt eigentlich gar nicht gewollt. Timo, die kleine Mumie, hatte 2 Stunden lang geplärrt und gestrampelt. Half nichts. Mutti Schanett beschloss, dass ihr Kind "auf Hellowin" ging (so stand das zumindest auf Facebook). Bei "Mitten im Leben" kam sie auf die Idee. Das Amt zahlte ja auch anstandslos Verkleidungen und so weiter. Sie war mit 14 schwanger geworden und war recht froh darüber. Die Schule war ihr eh zu schwer und warum man mit Zahlen größer als 100 rechnen sollte, war ihr (wie die meisten anderen Dinge dieses Planeten) stets ein Rätsel geblieben. Seit nunmehr 4 Jahren schaute sie tagsüber fern und fühlte sich gut dabei. Männer schauten ihr längst nicht mehr nach. Sie hatte sich etwas gehen lassen. Eigentlich wäre ihre beste Freundin Melanie dabei gewesen. Deren kleiner Balg hatte aber Fieber gehabt. Nichts Beunruhigendes für sie, aber hiogi bat sie, zum Arzt zu gehen. Deswegen war sie nicht dabei. Die Gute war eh schon wieder schwanger. Schanett wollte auch ein zweites Kind. Irgendeinen würde sie schon finden. Das Rauchen musste man ja heutzutage nicht mehr aufgeben. "...KANN unfruchtbar machen", hieß es ja. Muss ja nicht. Jetzt war Schanett aber der Kragen geplatzt. "Timö, machste von dem Mann die Auto! Ganz dolle. Kloppste ma und dann darfschte spuggn". Der Fratz kam gar nicht bis zum Auto. Ein sauber gezielter Schuss ließ den Schädel des Kindes zerplatzen, so dass 4 Meter weiter noch die Hirnflüssigkeit auf den Boden platschte. Schanett, geistig von den Vorkommnissen überfordert (soweit man sie und "geistig" in einem Satz erwähnen sollte), brabbelte und stotterte noch mehr als sie eh schon tat. Ihr letzter Gedanke galt dem Cellulite-Massage-Gerät, das sie statt des beantragten (und bewilligten) Kinderbettes gekauft hatte. Was man damit alles anstellen konnte... Man sagt ja öfters, dem Menschen liefe im Moment ihres Todes ein Film über das gesamte Leben vor dem inneren Auge ab. Doch das Schicksal erbarmte sich ihrer, reihte nicht Momente des Versagens wahllos aneinander und ließ ihr die wenigen Augenblicke der Fantasie mit ihrem Cellulite-Master 3000. Einige Vögel schreckten auf, als der zweite Schuss hallte und der absolut unbedeutenden, schnorrerischen, peinlichen und absolut nutzlosen Existenz ein Ende bereitete. Die Blutflecken, die sich auf dem 135.000 Euro teuren Luxuswagen niederließen, waren wohl das größte Werk, dass dieses arme Wesen jemals zustande gebracht hatte. Der heillos überladene, vom Faulpelzleben gezeichnete und selten als ästhetisch betrachtete Körper platschte mit einem ebenso hässlichen Geräusch auf den Boden. Rauch stieg aus der Flinte des Schützen.
  136. Zossen schrieb am (30.10.2013 | 23:54):
    Doch jetzt würden bald die ersten Gäste kommen! Wie sollte er ihnen die Blutpfützen und das malerisch verteilte Hirn auf seinem Auto erklären? Und die zerstreuten Leichen musste er auch noch wegschaffen! Oder würde das als Halloweendekoration durchgehen, und niemand wüede merken, dass es ECHT war?
  137. dasCARUSO schrieb am (31.10.2013 | 00:19):
    "Nee, natürlich werden die Gäste den Unterschied nicht merken." ...und er musste an seinen Kumpel Otto, den Betreiber einer Geisterbahn denken. Otto der als Sensenmann verkleidet seine Opfer zu Tode quält, lebendig begräbt und mumifizierte Leichen in seinen Freizeitpark als Attraktion ausstellt...
  138. Zossen schrieb am (31.10.2013 | 00:30):
    Sehr gut! Er freute sich schon auf seine Gäste und würde ihnen eine lebensechte Dekoration bieten! Jeder würde denken, dass die Leichen nur aus Gummi oder ähnlichen Material waren. Sie rochen ja noch nicht. Dafür waren sie noch nicht lange genug tot. Aber wie sollte es weitergehen. Er hatte da schon eine Idee. Er würde jedem Gast erst mal eine Bloody Mary spendierenund dann..,
  139. christopherturk schrieb am (31.10.2013 | 18:58):
    sich dann seinem Werk widmen. ... Am Halloweenabend ... Ein Kleinbus hielt in der Einfahrt. Ein entsetztes Schreien, dann ein Kichern. Die jungen Leute hatten wohl die Dekoration entdeckt. Die Sicherheitsleute nahmen die Neuankömmlinge unter die Lupe. Es hatte alles wunderbar geklappt. Eigentlich sogar zu reibungslos. Die Schlosshallen waren gruslig dekoriert, das Catering war hervorragend. Brötchen die wie abgeschnittene Finger aussahen, zahllose weitere Speisen, Blutbowle, all dies war von fleißigen Händen vorbereitet worden. Der Sicherheitsdienst tat sein Werk und zufrieden hatte er festgestellt, dass die bullig wirkenden Securities tatsächlich etwas von ihrem Werk verstanden. Der DJ war ein etwas merkwürdig wirkender Typ. In diesem Moment legte er ein Lied von Justin Bieber auf. Ihn gruselte. "Ganz so schauderhaft hätte es nicht sein müssen", kicherte er in sich hinein. Ja, er war etwas nervös. Keine Frage. Als der Spinnwebenvorhang, der als Türersatz fungierte, zur Seite schwang, gefror ihm das Blut in den Adern. Nein, Justin war diesmal nicht Schuld. Er sah die Perfektion vor sich: Groß, blond, schlank. Einen Augenblick bildete er sich ein, dass die Zeit wohl etwas langsamer als sonst verlief. Sie war es. Die, die ihn verschmäht hatte. Die, die sich so über ihn belustigt hatte. Die, der er seine ganze Liebe, seine ganze Zuneigung und sein ganzes Leben widmen wollte, bis ihn der Tod aus seinem Paradies entrissen hätte: Patricia McMillan. Er spürte, dass sein Mund trocken wurde. Die Knie zitterten. Trotzdem trat (oder wankte?) er auf sie zu. Sie schaute ihn an. "Diese blauen Augen. Dieses Lächeln", dachte er. Plötzlich waren die Folterpläne wie weggeblasen. Jede Faser seines Körpers war von ihrer Erscheinung besessen. Er spürte Frieden, Ruhe und Zufriedenheit. Was wie nach der letzten Pille mit dem Smiley drauf. Sie lächelte und sagte nur: "Hi."
  140. winni300 schrieb am (31.10.2013 | 20:59):
    Er ging zu ihr und reichte ihr ein Glas von seinem selbstgemachten Bloody Mary Cocktail. "Ih, das sieht ja aus wie Blut.", lachte sie und nahm einen großen Schluck. Es schmeckte ihr.
  141. christopherturk schrieb am (31.10.2013 | 21:18):
    Die KO-Tropfen wirkten schnell. Mit ein paar Worten lockte er sie aus dem mittlerweile recht vollgestopften Partybereich und trug sie die letzten Meter in den Keller. Nun war der Moment endlich gekommen:
  142. winni300 schrieb am (31.10.2013 | 21:41):
    Endlich alleine mit ihr. Jahrelang hat er nur auf diesen Moment gewartet. Seine anfängliche Ruhe und Zufriedenheit verflog schnell.
  143. christopherturk schrieb am (31.10.2013 | 21:47):
    Vorsichtig streichelte er ihr über das Gesicht. Diese Berührung hatte er sich seit Jahren, jeden Abend vorgestellt. Er strich ihr das wunderschöne Haar hinter ihr Ohr. Das Muttermal neben dem Ohr, das er so an ihr liebte, sah er das erste Mal aus der Nähe. Er spürte die winzige Unebenheit auf ihrer Haut.
  144. winni300 schrieb am (31.10.2013 | 21:56):
    Er nahm sich das zurechtgelegte und geputzte Messer und schnitt ihr das Muttermal neben ihrem Ohr raus.
  145. christopherturk schrieb am (31.10.2013 | 21:59):
    Das würde ihm so schnell keiner mehr nehmen. Endlich hatte er ein Stück von ihr bei sich. Vorsichtig legte er es in sein vorbereitetes Meisterwerk: Ein winziges Kügelchen aus Glas, mit Alkohol gefüllt. Dieses konnte er verschließen und in einen Ring einfassen. Er roch an ihr. Dieser Eigengeruch, leicht parfümiert, leicht verschwitzt und so unschuldig. Schnell kamen seine Fantasien an eine Grenze. Wie sollte er diesen bewahren? Die Ideen des Jean-Baptiste Grenouille waren ihm geläufig, aber sie sollte ja nicht ermordet werden. Sie sollte für immer in seiner Nähe sein, lebendig, und nur ihm gefügig.
  146. winni300 schrieb am (31.10.2013 | 22:13):
    Plötzlich hörte er Schritte auf ihn zukommen. Hatte er doch glatt vergessen die Tür zum Keller abzuschließen. Schnell kettete er seine Angebetete an den Pfosten, der in der Ecke des Kellers war und schaffte es gerade noch das Mädchen und den Sicherheitsmann davon abzuhalten die Treppe zum Keller ganz runterzugehen. Er führte die beiden wieder nach oben und zeigte ihnen den Weg zu einem Schlafzimmer. Lange würden sie eh nicht mehr leben.
  147. christopherturk schrieb am (31.10.2013 | 22:24):
    Nachdem er das Zimmer verlassen hatte, bewegte er sich auf ein Gemälde zu, das den heiligen Florian darstellte. Seine Urahnen hatten es aus den vatikanischen Museen mitgehen lassen. Ein guter Zug. Doch niemand konnte erahnen, was aus ihm werden sollte. Er berührte drei Punkte, die nur er kannte. Das Gemälde schob sich nach oben und gab den Zugang zu einem hell erleuchteten Gang frei. Er durchquerte ihn und betrat sein Heiligtum: Eine modern ausgestattete Kommandozentrale. Jedes Licht, jede Türe und dutzende andere Systeme konnte er von hier aus steuern. Jeder Quadratzentimeter konnte per Video beobachtet werden. Er gab einen Code auf ein Zahlenfeld ein, navigierte geschickt auf einem Touchscreen und beobachtete die jungen Liebenden (oder wie man unter Alkoholeinfluss Kopulierende sonst bezeichnen möchte) einige Minuten. Dann betätigte er eine Schaltfläche, die die Türe verriegelte. Das Licht ging aus, die Kamera schaltete auf Nachtsicht um und er ließ Giftgas durch die Lüftungsanlage einblasen. Zufrieden beobachtete er den minutenlangen Todeskampf der zwei einst so innig verschlungenen Körper. Keine Spur von Liebe, Zuneigung oder Verbundenheit. Sie schoben sich gegenseitig von der Türe weg, dann vom Fenster. Aber sie hatten keine Chance. Der Mann starb nur kurz nach der jungen Frau. Er kicherte zufrieden und navigierte zu einem anderen Eingabemenü. Wenige Buttons waren aktiviert und ...
  148. Zossen schrieb am (31.10.2013 | 23:34):
    dann stürzte das System ab, oder jemand hatte den Srom abgestellt. Er sass im Dunkeln und seine ganzen Kindheitsängste kamen mit einem Schlag wieder hoch! Mami, wimmerte er...
  149. christopherturk schrieb am (31.10.2013 | 23:37):
    Dann fiel ihm ein, dass dies sein persönlicher Panic Room war. Hier konnte ihm nichts passieren. Das gesamte Schloss war hochtechnologisch ausgestattet. Innerhalb von 4 Sekunden starteten die Dieselgeneratoren tief im Felsen unter dem Schloss. Praktisch, eine direkte Pipeline anzapfen zu können. Sofort war der Strom wieder da. Die Monitore waren nicht an der USV angeschlossen, die Rechner schon. Also konnte er fortfahren, wo er just eben stehengeblieben war.
  150. winni300 schrieb am (31.10.2013 | 23:43):
    Seine Gedanken schweiften kurz ab und ihm fiel auf, dass vielleicht nicht der Banker Schuld an seiner Pleite hatte. Es war doch ziemlich kostspielig die Dieselgeneratoren unter das Schloss zu verfrachten. Egal, töten würde er ihn sowieso.
  151. christopherturk schrieb am (31.10.2013 | 23:53):
    Er streifte durch die Gänge. Immer wieder begegnete er knutschenden, kotzenden und kopulierenden Pärchen. Als er an einem Zimmer vorbeikam, in dem es gleich eine ganze Horde wild trieb, erschoss er alle nacheinander. Das tat gut. Seine Strichliste enthielt nun 11 Leichen.
  152. Zossen schrieb am (01.11.2013 | 00:03):
    Doch wieder erlosch das Licht ganz plötzlich! Er fühlte sich auf einmal in seine Kindheit zurück versetzt, als seine Mutter ihn immer wieder alleine im Dunkeln in den Wandschrank unter der Treppe gesperrt hatte. Panik überfiel ihn und er konnter sich nicht mehr beherrschen! "Mami", schrie er und begann am Daumen zu lutschen. Er rollte sich zu einer Kugel zusammen und...
  153. winni300 schrieb am (01.11.2013 | 00:07):
    raffte sich wieder auf. Der Vollmond bot genug Licht für ein Gemetzel...
  154. christopherturk schrieb am (01.11.2013 | 00:25):
    Dieses Zucken hatten die Dieselgeneratoren immer wieder mal. Schon ging das Licht wieder an. Mit ein paar Klicks auf seinem Smartphone leitete er die Energieleitungen der Schlossbeleuchtung über die USV um. Somit konnte die Party nicht mehr unterbrochen werden. Justin Bieber grölte von unten, kopulierende Pärchen und Zufallsbekanntschaften ächzten von oben, als er die Treppe nach unten schritt. Er rief in etwa 15 Leute zu sich, führte sie unter dem Vorwand harter Getränke in den Keller. Er versammelte sie in einem großen Raum, verschloss die Türe von außen und kündigte über eine Lautsprecheranlage Folgendes an: "Ihr kämpft jetzt gegeneinander. Nur einer überlebt! Der Gewinner bekommt seine Freiheit! Wenn Ihr nicht kämpft, erschieße ich euch. Einen nach dem Anderen". Die Worte klangen hart, doch keiner zuckte. Erst, als er durch versteckte Schießscharten dem Dritten von ihnen eine Kugel ins Knie, den Bauch und in den Kopf gejagt hatte, begannen die Eingesperrte, um ihr Leben zu kämpfen. Mit Fäusten, herumliegenden Steinen und Stöcken gingen sie aufeinander los.
  155. Zossen schrieb am (01.11.2013 | 00:28):
    Okay, dachte er ! Zeit für meine selbstgebastelte kleine Atombombe! Oder sollte er zuerst die Chemiewaffen einsetzen? Was wäre wohl effektiver? Und was würde seinen Bedürfnissen mehr entsprechen? Er wollte ja eigentlich den Tod der Menschen, die er eingeladen hatte, noch geniessen! Der Virus! Ja, das wäre es...
  156. christopherturk schrieb am (01.11.2013 | 00:40):
    Aber dann kam ihm in den Sinn, diese Drogen endlich wegzulassen. Er schaute dem Kampf vergnügt und erregt weiter zu.
  157. winni300 schrieb am (01.11.2013 | 00:44):
    Wie grausam die Menschen doch sein können. Sie zertrümmerten sich die Schädel mit bloßen Händen.
  158. schrieb am (01.11.2013 | 09:56):
    The End


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