Kann mir mal jemand erklären, warum mit jedem neu in Betrieb gehenden Windrad oder neuer Photovoltaikanlage der Strom für ALLE teurer wird?

Hallo, in den Ergänzungen gibts ja schon viele Ansätze. Ich fasse nochmal zusammen: Der "Ökostrom" kostet im Einkauf mehr als im normalen Verkauf, da ja Anreize zur Errichtung der Anlagen geschaffen werden müssen. Das erhöht den Strompreis natürlich. Weiter müssen bei mehr "unberechenbaren" Energiequellen, die Wind und Sonne nutzen, auch entsprechende Reserven laufen, die jederzeit zuschaltbar sind. Diese haben natürlich Fixkosten, die gedeckt werden müssen. "Unberechenbare" Energieerzeuger produzieren auch dann Strom, wenn ihn gar keiner brauchen kann. Da er nicht gespeichert werden kann, muss er weg. Andere Länder bekommen dann Geld, damit sie den Strom überhaupt nehmen. Dieser absolut schwachsinne Zustand verursacht Kosten, die gedeckt werden müssen. Es müssen auch neue Stromtrassen gebaut werden, die viel kosten. Diese Fakten und andere (siehe die wertvollen Ergänzungen von Waldi) sorgen dafür, dass der Strompreis immer weiter ansteigt. Grüße von geldantworten.de

Antwort von christopherturk (05.01.2013 | 20:02) und Bestätigung von Questlerianer (05.01.2013 | 20:10)


Strom, Strompreis, Energie, Stromerzeugung




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Kommentare zur Frage

  1. Waldi1972 schrieb am (05.01.2013 | 14:49):
    Polemik. Du unterstellst einfache Kausalketten, wo keine sind. - Energieanbieter sind per Gesetz gezwungen, "Ökostrom" aufzukaufen. Das gefällt denen natürlich nur bedingt. - Die Kosten für fossile Energieträger hängen u.a. davon ab, mit welcher Prognose man an die weltweiten vorkommen herangeht. Geht man davon aus, dass sie noch zumindest soooo lange reichen, wie man selbst lebt, kann man Öl und Kohle zu einem Preis verkaufen, der einem ein angenehmes Leben verspricht. Je dichter man mit seiner Prognose aber an das Lieferende kommt, desto teurer wird es und desto unwirtschaftlicher die Nutzung dieser Ressourcen als Energielieferant. Oder anders: Strom aus fossilen Energieträgern ist deshalb so billig, weil keiner Angst vor der Endlichkeit hat. - Kernenergie ist u.a. deshalb so billig, weil die Entsorgung nicht mehr Aufgabe des Energieversorgers ist, sondern per Gesetz durch den Staat und somit den Steuerzahler bezahlt wir (so lange, bis das Zeug wieder ungefährlich ist, also die nächsten zigtausend Jahre) Mit jedem Tag, den Atommüll produziert wird, steigen die Belastungen des Staates. Angenommen, die Kosten belaufen sich auf 1 Mio Euro pro Jahr, dann sind das in 10 000 Jahren wieviel? Ganz gewiss finden unter dem Deckmäntelchen "Ökostrom" jede Menge zwielichtige Geschäfte statt, aber es führt letztlich kein Weg daran vorbei. Man sollte sich gezielt damit beschäftigen und die Einzelprojekte auf den Prüfstand stellen. Aber das grundsätzliche Konzept von Windrädern und Photovoltaikanlagen in Frage zu stellen, bringt nichts. Solch plumpe Polemik auf Niveau der Bild sorgt gewiss nicht dafür, dass Stromkosten für ALLE sinken. Lass Dir ruhig weiterhin die Augen verschließen, wenn Du magst.
  2. christopherturk schrieb am (05.01.2013 | 14:54):
    Weil für jedes Windrad zusätzlich nebenbei ein Reserve-Erzeuger laufen muss, der - für den Fall, dass mal kein Wind geht - trotzdem der benötigte Strom erzeugt wird. Und das kostet.
  3. Waldi1972 schrieb am (05.01.2013 | 15:04):
    Das stimmt so ja nicht unbedingt. Ein Unterschied zwischen Bedarf und Verfügbarkeit wird ja jetzt auch schon ausgeglichen, u.a. mittels Pumpspeicherwerken und einen Netzverbund. Natürlich wird das Problem größer, je mehr Energiequellen so ungleichmäßig liefern, wie es Windräder und Solarkollektoren tun. Aber die Antwort kann nicht Reserveerzeuger heißen, sondern Energiespeicherung. Und ich gehe mal davon aus, dass auch in dieser Richtung Dinge Möglich sind (Brennstoffzellen + Wasserstoff/Sauerstoff- Tanks beispielsweise) Im Moment gibt es nur zu wenige Interessenten. Die Betreiber von Kraftwerken haben daran ja naturgemäß wenig Interesse.
  4. Mimbrocken schrieb am (05.01.2013 | 15:09):
    Dann erklärt mir das mal: http://www.derwesten.de/wirtschaft/rekord-bei-ausbau-der-solarenergie-treibt-strompreis-weiter-hoch-id7449339.html Ich verstehe das nämlich wirklich nicht. Wir haben auch "richtigen" Ökostrom, und ich bin auch gerne bereit, mehr zu zahlen, aber diese Zusammenhänge versteht kein Mensch mehr. Ich finde es nur sehr ärgerlich, dass man quasi bestraft wird, wenn man Strom spart und keinen Atomstrom will. Versteht Ihr, was ich meine?
  5. christopherturk schrieb am (05.01.2013 | 16:30):
    #3: Ja, wird ausgeglichen, klar. http://www.eex.com/de/Marktdaten/Handelsdaten/Strom/Stundenkontrakte%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/Stundenkontrakte%20Chart%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/spot-hours-chart/2013-01-06/PHELIX/-/1m Schau dir das mal an. Da hat Deutschland mal wieder Strom erzeugt - dank Windräder - den kein Mensch braucht. Unser Nachbar, Österreich, lässt dann wieder seine Pumpspeicherkraftwerke Wasser raufpumpen, nur um sinnlos Strom zu verbrauchen und dafür Geld zu KASSIEREN!!!
  6. christopherturk schrieb am (05.01.2013 | 20:04):
    Einige europäische Länder wollen übrigens künftig investieren, um auf Knopfdruck Strom verschwenden zu können. Damit können sie den Strom zu einem Minus-Preis kaufen und sinnlos in ihre Projekte pupmen, um Geld zu kassieren.


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