China. Haben die nicht schon längst die Weltherrschaft? Müssen wir jetzt alle statt englisch auch deren Sprache lernen?

"Weltherrschaft" ist sicher der falsche Begriff, zumal der ja eher negativ besetzt ist. Unzweifelhaft dürfte China DER Global Player der kommenden Jahre sein! Und dass sich daraus gewisse "Ansprüche" seitens des Landes ergeben, das dürfte logisch sein. Chinas Weltmachtanspruch wird in Deutschland und Europa teils fasziniert, teils argwöhnisch beäugt. Dabei stellt sich die Frage, ob die moderne Einflusspolitik Chinas nicht auch historischen Mustern folgt. Prinzipiell sind alle Vorhaben – explizit oder implizit – darauf ausgerichtet, die zwei sogenannten 100-Jahres-Ziele zu erreichen, die 2002 im Parteistatut festgeschrieben wurden. Erstens soll bis zum 100. Gründungstag der Partei 2021 eine Gesellschaft mit wenigstens bescheidenem allgemeinem Wohlstand geschaffen werden. Dieses Vorhaben wurde schon auf dem 12. Parteitag 1982 postuliert und umfasst das Ziel, bis 2020 das Pro-Kopf-Einkommen im Vergleich zu 2010 zu verdoppeln. Zweitens soll bis zum 100. Gründungstag der Volksrepublik 2049 das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt auf das Niveau eines Schwellenlandes gehoben werden. Man will also vielleicht nicht unbedingt diese sogenannte "Weltherrschaft", aber man will ein "Gleicher unter Gleichen" sein - auf AUgenhöhe mit den USA, Russland, der EU. Was die Sprache angeht, so geht das letztlich damit einher. Allerdings kann man zumindest im Bericht der Wirtschaft bereits jetzt recht gut mit Englisch klar kommen (mein Bruder füährt regelmäßig "jobtechnisch" nach China!). Englisch ist und bleibt die Nummer 1 – auch wenn Medien in der Vergangenheit prophezeit haben, dass Französisch die neue Weltsprache werden könnte. Etwas überraschender ist die Sprache, die auf Platz 2 gelandet ist: Chinesisch. Ist es also an der Zeit, sich gezielt nach Angestellten umzuschauen, die diese überaus komplizierte Sprache beherrschen. Schaden könnte zumindest also auch das nicht. Aber generell wird sich kaum etwas daran ändern, dass Englisch DIE Weltsprache bleibt. Lies dazu bitte besonders in der vierten Quelle nach, dort sind die Gründe sehr schön dargelegt!


https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/weltmacht-china/-/id=660374/did=22411536/nid=660374/16hlupg/index.html
https://www.chi-nesisch.de/basiswissen-ueber-chinesisch/5-wahrheiten-ueber-mandarin-lernen/
https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2017/oktober/china-auf-dem-sprung-zum-global-player
https://www.abcomm.de/sprachenmagazin/artikel/wie-wichtig-wird-chinesisch-in-der-zukunft-sein
Antwort von Questlerianer (02.02.2019 | 21:08) und Bestätigung von Zossen (02.02.2019 | 21:09)


China, lernen, Sprache, Welt, Global Player, Weltwirtschaft




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Kommentare zur Frage

  1. Zerto schrieb am (14.02.2019 | 12:15):
    Gerad über die Sprache würde ich mir keine Gedanken machen. Es wird nicht mehr lange dauern dann wird man in den Smartphones schon Simultanübersetzer haben. Wenn dann am einen Ende jemand Chinesisch spricht hört der andere es in seiner Sprache und umgekehrt. Aber die Chancen stehen zumindest nicht schlecht, dass dies die Chinesen als erstes auf den Markt bringen;)


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